Belgiens Nationalteam vor dem Achtelfinale: Zwischen sportlicher Suche und internen Konflikten
Trotz des Einzugs in das WM-Achtelfinale gegen die USA offenbart das belgische Team sportliche Defizite und interne Spannungen.
Belgien steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft und trifft dort am Dienstag auf die USA. Doch der Weg dorthin war von spielerischer Armut und internen Unruhen geprägt. Beim mühsamen 3:2-Sieg nach Verlängerung im Achtelfinal-Vorgänger gegen den Senegal lag die Mannschaft bereits mit 0:2 im Hintertreffen, ehe ein Kraftakt das Ausscheiden verhinderte. Während einer Trinkpause im besagten Spiel kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Leandro Trossard und Youri Tielemans, die erst durch das Eingreifen des erfahrenen Romelu Lukaku geschlichtet werden konnte.
Nationaltrainer Rudi Garcia lobte das Verhalten seines Angreifers ausdrücklich. Dennoch steht die Mannschaft vor einem tiefgreifenden Umbruch, der die einstige "goldene Generation" zunehmend verblassen lässt. Während Routiniers wie Thibaut Courtois, Kevin De Bruyne und Axel Witsel weiterhin im Kader stehen, rücken jüngere Akteure wie Jérémy Doku nach. Der 23-jährige Offensivspieler von Manchester City konnte die hohen Erwartungen im bisherigen Turnierverlauf mit null Toren und null Vorlagen allerdings noch nicht erfüllen.
Sportliche und personelle Baustellen
Neben den aktuellen Spannungen belasten auch historische Konflikte das Mannschaftsgefüge. Das angespannte Verhältnis zwischen De Bruyne und Torhüter Courtois, das auf einer privaten Angelegenheit vor 13 Jahren beruht, ist weiterhin spürbar. Sportlich läuft es ebenfalls nicht rund: Abgesehen von einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen den sportlich nicht konkurrenzfähigen Außenseiter Neuseeland blieben die Leistungen der Belgier überschaubar. Die belgische Presse kritisiert den Trainer für seine ständigen Kurswechsel und taktischen Experimente.
Garcia bewies im Spiel gegen den Senegal jedoch Mut, als er beim Stand von 0:2 die Leistungsträger De Bruyne und Doku vorzeitig auswechselte und damit die Wende einleitete. Ein wichtiger Faktor bleibt derweil Romelu Lukaku, der trotz einer von Verletzungen geprägten Saison bei der SSC Neapel als Joker überzeugt. Gegen Ägypten erzwang er kurz nach seiner Einwechslung den Ausgleich, gegen Neuseeland steuerte er ein Tor sowie eine Vorlage bei, und gegen den Senegal erzielte er den wichtigen Anschlusstreffer.
Vor dem Duell mit den USA werden Erinnerungen an die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wach. Damals trafen beide Nationen ebenfalls im Achtelfinale aufeinander. Belgien setzte sich mit 2:1 nach Verlängerung durch – die Tore erzielten Kevin De Bruyne und der damals 21-jährige Lukaku.
Quellen: Sportschau
Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.
Alle News