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Breite Unterstützung für Gianni Infantino trotz Kritik

Eine große Mehrheit der FIFA-Mitgliedsverbände unterstützt die Wiederwahl von FIFA-Präsident Gianni Infantino, während der DFB ein entsprechendes Schreiben verweigert hat.

FIFA-Präsident Gianni Infantino kann sich bei seiner angestrebten Wiederwahl im kommenden Jahr offenbar auf eine breite Basis verlassen. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat eine überwältigende Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände formale Unterstützungsschreiben für den amtierenden Präsidenten unterzeichnet. Demnach liegen Infantino bereits mehr als 200 dieser Schreiben vor. Bindend sind die Unterschriften für die tatsächliche Wahl allerdings nicht.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gehört zu den wenigen Verbänden, die kein Unterstützungsschreiben unterzeichnet haben. Der DFB bestätigte diesen Schritt und erklärte, dass das weitere Vorgehen im DFB-Präsidium beraten werde. Im Gegensatz dazu haben die Kontinentalverbände aus Südamerika, Afrika und Asien bereits beim FIFA-Kongress im April in Vancouver geschlossen ihre Unterstützung für den 56-jährigen Schweizer signalisiert.

Kritik an Vorgehen der FIFA und dem Fall Balogun

Die Einholung der Unterstützungsschreiben sorgt jedoch für Diskussionen. Berichten zufolge sollen FIFA-Mitarbeiter direkt an die Nationalverbände herangetreten sein und auf eine Unterschrift gedrängt haben. Dies könnte im Widerspruch zu den Richtlinien stehen, da ein amtierender Präsident für seinen Wahlkampf keine Ressourcen, Mitarbeiter oder Infrastruktur des Weltverbandes nutzen darf.

Zudem steht Infantino wegen der Aufhebung einer Rotsperre für den US-Nationalspieler Folarin Balogun in der Kritik. Die Sperre war durch die Disziplinarkommission ausgesetzt worden, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Infantino telefoniert hatte. Die Entscheidung wurde offenbar von einem Einzelrichter getroffen, was insbesondere in Europa für Unmut sorgte. Die britische Menschenrechtsorganisation FairSquare reichte zudem Beschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein und wirft Infantino einen Verstoß gegen die politische Neutralität vor.

Keine Gegenkandidaten in Sicht

Trotz der anhaltenden Debatten gilt die Wiederwahl Infantinos beim FIFA-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat als wahrscheinlich, da sich bislang kein Gegenkandidat formiert hat. Vorschläge für Kandidaturen können noch bis zum 18. November eingereicht werden. Infantino, der das Amt seit 2016 als Nachfolger von Joseph Blatter bekleidet, strebt seine vierte Amtszeit an. Gemäß den FIFA-Statuten wäre dies seine letzte Amtsperiode, die bis 2031 laufen würde.

Quellen: Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

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