Kritik an DFB-Fokus auf Jürgen Klopp
Nach der Festlegung des DFB auf Jürgen Klopp als Wunschkandidat für den Bundestrainer-Posten äußert der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger deutliche Kritik am Vorgehen des Verbandes.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) treibt die Bemühungen um eine Verpflichtung von Jürgen Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann intensiv voran. Diese klare und frühzeitige Festlegung stößt jedoch auf Kritik. Der Weltmeister von 2014 und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger bemängelt das Vorgehen des Verbandes bei der Suche nach einem neuen Bundestrainer und vermisst dabei die notwendige Souveränität.
Als beispielhaft für eine gewisse Hektik bezeichnete Schweinsteiger die Reisepläne von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und dem Vize-Präsidenten sowie Liga-Boss Hans-Joachim Watzke. Beide planen einen Flug in die USA, um dort direkt mit Klopp zu verhandeln. Klopp ist während des laufenden Turniers in den USA als Experte für MagentaTV im Einsatz. Laut Schweinsteiger müsse der Verband aufpassen, auch einen Gegenpol zu dieser starken Fokussierung zu wahren und Alternativen im Blick zu behalten.
Trotz der Kritik am organisatorischen Ablauf schätzt Schweinsteiger die sportliche Kompetenz des Wunschkandidaten hoch ein. Er bezeichnete Klopp als geeigneten Nachfolger, der bei all seinen bisherigen Stationen, insbesondere beim FC Liverpool, bewiesen habe, wie man eine Mannschaft zum Erfolg führt. Mit Klopp verbindet Schweinsteiger die Hoffnung auf eine Rückkehr der Nationalmannschaft zur Weltspitze. Kritisch bewertete er hingegen dessen aktuelle TV-Expertenrolle während der Weltmeisterschaft, da diese einen ständigen Schatten auf die Arbeit des DFB geworfen habe.
Komplizierte Verhandlungen und Zukunftsperspektiven
Die anstehenden Gespräche in New York gelten als komplex. Neben Rahmenbedingungen wie der Vertragslaufzeit, dem Gehalt und Sponsorenvereinbarungen muss auch Klopps bestehender Vertrag mit dem Red-Bull-Konzern thematisiert werden. Während die Verhandlungen im Fokus stehen, blickt auch Klopps Heimatort Glatten im Nordschwarzwald mit großer Aufmerksamkeit auf die Entwicklungen rund um den prominentesten Sohn der Gemeinde.
Für die zukünftige Ausrichtung der Nationalmannschaft sieht Schweinsteiger bereits ein tragfähiges Fundament. Neben etablierten Kräften wie Nico Schlotterbeck, Florian Wirtz, Jamal Musiala und Felix Nmecha traut er vor allem den Münchner Nachwuchsspielern Aleksandar Pavlovic und Lennart Karl zu, das künftige Gerüst der DFB-Auswahl zu bilden.
Khedira wechselt zu Real Madrid
Ein anderer Weltmeister von 2014 wird dem DFB für den anstehenden Umbruch vorerst nicht zur Verfügung stehen. Sami Khedira wird nach übereinstimmenden Medienberichten Teammanager bei Real Madrid und rückt in das Trainerteam von Jose Mourinho auf, der die Spanier zur neuen Saison übernimmt. Khedira soll als Bindeglied zwischen Trainer, Mannschaft und Vereinsführung fungieren. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatte zuletzt die Generation der Weltmeister von 2014 explizit aufgefordert, mehr Verantwortung im Verband zu übernehmen.
Erfolg für die U19-Nationalmannschaft
Einen sportlichen Lichtblick liefert derweil der deutsche Nachwuchs. Die U19-Nationalmannschaft hat durch einen 2:1-Sieg gegen die Ukraine das EM-Halbfinale gewonnen. Die Tore für die DFB-Auswahl erzielten Otto Stange vom Hamburger SV und Francis Onyeka von der SV Elversberg. Im Finale am kommenden Samstag trifft das Team auf Spanien.
Quellen: Sportschau, Sportschau
Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.
Alle News