Diskussion über Aufstockung der WM 2030 auf 64 Mannschaften
Nach dem Ende der Weltmeisterschaft 2026 rückt die kommende Endrunde in den Fokus, für die eine weitere Vergrößerung des Teilnehmerfeldes im Gespräch ist.
Nach dem Abschluss der Weltmeisterschaft 2026 laufen bereits die Debatten über das Format des nächsten Turniers im Jahr 2030. Südamerikas Fußballverbandschef Alejandro Dominguez hat seine Forderung erneuert, die WM-Endrunde auf 64 Mannschaften aufzustocken. Über die Plattform X erklärte der Präsident der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL, die WM 2030 sei eine große Chance für den Fußball, das hundertjährige Jubiläum der Weltmeisterschaft mit einem Wettbewerb von 64 Teams zu feiern. Dominguez gilt als enger Vertrauter und Verbündeter von FIFA-Präsident Gianni Infantino.
Auch Infantino selbst zeigte sich nach dem Finale der WM 2026 offen für eine erneute Vergrößerung des Teilnehmerfeldes. In einem Interview des Weltverbandes erklärte er, man müsse diskutieren und analysieren, ob man bei 48 Mannschaften bleibe oder das Turnier auf 64 Teams ausweite. Infantino stellt sich im März 2027 den nationalen Verbänden zur Wiederwahl.
Die Weltmeisterschaft 2030 soll nach den bisherigen Planungen in sechs Ländern auf drei Kontinenten ausgetragen werden. Als Hauptausrichter fungieren Spanien, Portugal und Marokko. Zudem sollen Uruguay, Argentinien und Paraguay jeweils eine Partie ausrichten. Eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 64 Mannschaften könnte den südamerikanischen Ländern mehr Spiele als die bislang geplanten drei Partien einbringen.
Nachwirkungen des WM-Finales 2026
Unterdessen beschäftigt das zurückliegende Finale der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Argentinien, das die Spanier mit 1:0 nach Verlängerung gewannen, weiterhin die Gremien. Die FIFA hat einen Disziplinar- und Ethikermittler ernannt, um mögliche Verstöße gegen den FIFA-Disziplinarcode im Zusammenhang mit den Vorfällen unmittelbar nach dem Abpfiff zu untersuchen. Nach dem Spiel war es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Teams gekommen. Die Ermittlungen könnten sich neben dem bereits mit Rot bestraften Leandro Paredes auch gegen Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala richten. Zudem hatte Enzo Fernández in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit die Gelb-Rote Karte gesehen.
Während der unterlegene argentinische Kapitän Lionel Messi auf Instagram von einem unermesslichen Schmerz schrieb und seine Zukunft offenließ, feierte der neue Weltmeister Spanien in Madrid. Nach einem Empfang durch König Felipe VI. im Palacio Real und einem Besuch bei Regierungschef Pedro Sánchez zog die Mannschaft im offenen Bus durch die Hauptstadt, wo am Cibeles-Brunnen bis zu eine Million Menschen zur Titelparty erwartet wurden.
Spannungen zwischen UEFA und FIFA
Das Verhältnis zwischen dem europäischen Verband UEFA und dem Weltverband FIFA bleibt angespannt. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verzichtete auf einen Besuch des WM-Finales. Hintergrund für das Fernbleiben soll unter anderem die Entscheidung der FIFA gewesen sein, die Rot-Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump auszusetzen. Zudem sorgte in Europa für Unverständnis, dass die US-Behörden dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan kurz vor dem Turnier die Einreise verweigert hatten. Die UEFA nominierte Artan daraufhin für das anstehende Supercup-Finale am 12. August in Salzburg.
Quellen: Sportschau, kicker
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