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WM 2030 auf drei Kontinenten wirft viele Fragen auf

Die Vergabe der Weltmeisterschaft 2030 an sechs Länder auf drei Kontinenten stellt den Fußball vor organisatorische und sportliche Herausforderungen.

Die FIFA hat die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 an ein Bündnis aus Spanien, Portugal und Marokko vergeben. Um das hundertjährige Jubiläum des Turniers zu würdigen, sollen zudem drei Eröffnungsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausgetragen werden. Damit findet die Endrunde erstmals in sechs Ländern auf drei verschiedenen Kontinenten statt. Diese Entscheidung, die im Dezember 2024 auf einem außerordentlichen FIFA-Kongress auch mit Zustimmung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) getroffen wurde, wirft jedoch zahlreiche organisatorische und sportliche Fragen auf.

Ursprünglich standen sich zwei Bewerbungen gegenüber: Die europäisch-afrikanische Kooperation von Spanien, Portugal und Marokko sowie eine südamerikanische Initiative bestehend aus Uruguay, Paraguay, Argentinien und Chile. Da die Südamerikaner im Abstimmungsprozess als chancenlos galten, wurden beide Bewerbungen im FIFA-Rat ohne nähere Erklärung zu einem gemeinsamen Projekt verschmolzen. Durch diese Entscheidung gab es im Vergabeprozess keinen echten Wettbewerb mehr. Gleichzeitig wurden für die darauffolgende WM 2034 die Kontinentalverbände aus Nordamerika, Europa, Afrika und Südamerika von einer Bewerbung ausgeschlossen, was den Weg für den einzigen verbliebenen Bewerber Saudi-Arabien freimachte.

Enorme Belastungen im Terminkalender

Der geplante Ablauf stellt die Logistik vor große Aufgaben. Um den sportlichen Nachteil für die sechs Mannschaften zu minimieren, die ihre ersten Partien in Südamerika bestreiten und anschließend nach Europa oder Afrika reisen müssen, sieht die FIFA eine längere Pause vor. Diesen Teams sollen zwischen dem ersten und zweiten Gruppenspiel elf bis zwölf Tage für Reisen und Erholung zur Verfügung stehen, während die restlichen Mannschaften in Europa und Afrika mit fünf bis sechs Tagen auskommen müssen.

Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass am 8. und 9. Juni 2030 die Jubiläumsfeierlichkeiten in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo sowie die ersten drei Spiele in Südamerika stattfinden. Am 13. und 14. Juni folgen die offizielle Eröffnungsfeier und die ersten Partien in Spanien, Portugal und Marokko. Das Endspiel ist für den 21. Juli 2030 angesetzt. Damit würde das Turnier mehr als sechs Wochen dauern – im Vergleich zu etwas mehr als fünf Wochen bei der WM 2026. Da die Abstellungsphase für die Nationalspieler unverändert bleiben soll, verkürzt sich die Vorbereitungszeit für die in Südamerika spielenden Teams erheblich.

Diskussionen über eine weitere Aufstockung

Ob es bei diesem Modus bleibt, ist noch unklar. Der südamerikanische Verbandschef Alejandro Dominguez drängt auf eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes auf 64 Mannschaften, um beim Jubiläum mehr Partien in Südamerika austragen zu können. FIFA-Präsident Gianni Infantino signalisierte bereits Offenheit für diese Pläne. Während aus Europa Widerstand gegen eine erneute Aufstockung formiert wird, locken die FIFA und die 211 Mitgliedsverbände durch ein größeres Turnier zusätzliche Einnahmen.

Für das Turnier sind nach aktuellem Stand insgesamt 23 Stadien vorgesehen – so viele wie noch nie bei einer Weltmeisterschaft. Elf Spielstätten sollen in Spanien liegen, sechs in Marokko und drei in Portugal, ergänzt durch die drei Arenen in Südamerika. In Casablanca ist zudem der Bau eines neuen Stadions für 115.000 Zuschauer geplant. Alle sechs Gastgeberländer wären automatisch für die Endrunde qualifiziert, wodurch den jeweiligen Kontinentalverbänden entsprechende Startplätze in der regulären Qualifikation abgezogen werden.

Quellen: Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

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