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Das Duell der Badewannenbrüder im WM-Finale

Im Endspiel der Weltmeisterschaft 2026 treffen Spanien und Argentinien sowie die Generationen Lamine Yamal und Lionel Messi aufeinander.

Nach fünfeinhalb Wochen und 103 absolvierten Partien steht heute Abend das Finale der Weltmeisterschaft 2026 an. Im Endspiel in den USA trifft Spanien auf den amtierenden Weltmeister Argentinien. Die Südamerikaner könnten mit einem Sieg die erste Nation seit Brasilien vor 64 Jahren werden, der eine erfolgreiche Titelverteidigung gelingt. Für Argentinien wäre es der vierte WM-Titel der Verbandsgeschichte. Die spanische Auswahl kämpft nach ihrem Premierensieg im Jahr 2010 um den zweiten Stern auf dem Trikot. Unter den Zuschauern im Stadion wird auch der US-Präsident Donald Trump erwartet, der zum ersten Mal ein Spiel dieses Turniers besucht.

Das Aufeinandertreffen der Generationen

Im Fokus der Partie steht das direkte Duell zwischen dem 39-jährigen Lionel Messi und dem 19-jährigen Lamine Yamal. Die beiden verbindet eine kuriose Vorgeschichte: Ein mittlerweile berühmtes Foto zeigt Messi vor 19 Jahren, wie er das Baby Yamal badet. Das Foto, das zwischenzeitlich von New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani fälschlicherweise für KI-generiert gehalten wurde, war von Yamals Vater vor zwei Jahren veröffentlicht worden. Nun treffen die beiden Akteure im WM-Finale aufeinander. Yamal könnte sich bei einem Torerfolg zum jüngsten WM-Finaltorschützen seit Pelé krönen.

Schiedsrichter Vinčić leitet die Partie

Geleitet wird das Endspiel von dem slowenischen Schiedsrichter Slavko Vinčić. Der erfahrene Unparteiische, der im Jahr 2024 bereits das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund pfiff und im laufenden Turnier dreimal im Einsatz war, steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Insbesondere das robuste Auftreten der argentinischen Mannschaft um Lionel Messi wird eine konsequente Spielleitung erfordern. Vinčić betonte die Bedeutung der Ansetzung und sprach von einer unglaublichen Ehre. Die FIFA-Schiedsrichterkommission um Pierluigi Collina, die im Turnierverlauf bereits Kritik einstecken musste, schenkt dem Slowenen das Vertrauen für diese Partie.

Spaniens verlässlicher Joker

Auf spanischer Seite hat sich Ferran Torres als feste Größe für die Schlussphase etabliert. Der Flügelstürmer des FC Barcelona, von seinem ehemaligen Trainer Xavi einst als "Hai" (Tiburón) bezeichnet, kam seit dem dritten Gruppenspiel gegen Uruguay in jeder Partie als erster Einwechselspieler zum Einsatz. Seine Einsatzzeiten lagen dabei zwischen 14 und 35 Minuten. Meist ersetzt er Álex Baena auf der linken Außenbahn, kann jedoch auch für Mikel Oyarzabal ins Zentrum rücken. Torres bewies seine Qualität im Turnier bereits als Vorbereiter, unter anderem beim späten Siegtor von Mikel Merino gegen Portugal sowie im Spiel gegen Belgien.

Kritik des Europarats an der FIFA

Abseits des sportlichen Geschehens äußerte Alain Berset, der Generalsekretär des Europarats, am Finaltag deutliche Kritik an der FIFA. Mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft, die unter anderem in Spanien und Portugal ausgetragen wird, forderte er strukturelle Veränderungen. Berset kritisierte neben der Balogun-Affäre und rassistischen Anfeindungen gegen Kylian Mbappé insbesondere die Kooperation der FIFA mit der Vorhersageplattform ADI Predictstreet. Diese Zusammenarbeit habe Tür und Tor für Wettbetrug im großen Stil geöffnet, da sich Wetten zunehmend auf isolierte Aktionen einzelner Spieler verlagert hätten. Der Europarat bot der FIFA an, Arbeitsgespräche für ein Integritätsregelwerk aufzunehmen. Die FIFA verzeichnete bei diesem Turnier Einnahmen in Höhe von 15 Milliarden Dollar.

Quellen: Zeit Online

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