Internationales Medienecho: Lob für Frankreich und Kylian Mbappé nach Halbfinaleinzug
Nach dem 2:0-Erfolg gegen Marokko im Viertelfinale der Weltmeisterschaft wird die französische Nationalmannschaft in der internationalen Presse für ihre Leistung gewürdigt.
Frankreichs Nationalmannschaft hat durch einen 2:0-Sieg gegen Marokko im Viertelfinale in Foxborough das Halbfinale der Weltmeisterschaft erreicht. Die internationale Presse reagierte mit viel Anerkennung auf den Erfolg der Auswahl von Nationaltrainer Didier Deschamps. Im Fokus der Berichterstattung stehen vor allem die Offensivkräfte Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé.
Begeisterung in Frankreich und Respekt in England
In den französischen Medien herrscht nach dem Halbfinaleinzug große Begeisterung. Die Sportzeitung "L'Équipe" titelte kurz und knapp "Nicht aufzuhalten", während "Le Parisien" bereits den Blick auf das Endspiel richtet und betont, dass die Mannschaft nur noch zwei Siege von den wichtigsten Erfolgen ihrer Karriere entfernt sei. "Le Figaro" wies darauf hin, dass die französische Auswahl im Viertelfinale Geduld beweisen musste und es bis zur Stundenmarke dauerte, ehe das Duo Mbappé und Dembélé den marokkanischen Widerstand brach.
Die englische Presse bewertete den Auftritt des Titelverteidigers als souverän. Der "Telegraph" schrieb von einem ungefährdeten Sieg und verglich die Partie eher mit einem Gruppenspiel oder einer Pflichtaufgabe als mit einem typischen, nervenaufreibenden WM-Viertelfinale. Der "Guardian" thematisierte zudem das Rennen um den Goldenen Schuh, in dem Kylian Mbappé die Führung übernommen hat – wenn auch aufgrund von mehr Vorlagen und mit einem absolvierten Spiel mehr als seine Verfolger Lionel Messi, Erling Haaland und Harry Kane. Die "Daily Mail" hob die Treffsicherheit des französischen Stürmers hervor, der fast in jedem WM-Spiel ein Tor garantiere.
Fokus auf Mbappé in Spanien und Italien
Auch in Spanien stand Mbappé im Mittelpunkt. Die "Marca" stellte fest, dass der Angreifer den bis dahin schwer zu bezwingenden marokkanischen Torhüter Yassine Bounou knackte. Die "AS" lobte Trainer Deschamps, der bei seiner dritten Weltmeisterschaft als Coach erneut mindestens das Halbfinale erreicht hat, und merkte an, dass Marokko weit von der zuvor im Turnier gezeigten Form entfernt war. "Mundo Deportivo" bezeichnete Mbappé als geborenen Torjäger und entscheidenden Akteur für seine Nationalmannschaft.
In Italien titelte die "Gazzetta dello Sport", dass Frankreich "von einem anderen Planeten" sei und durch Mbappé und Dembélé den Halbfinaleinzug perfekt gemacht habe. Die Schweizer Zeitung "Blick" schrieb, dass Mbappé einen vorherigen Fehler wiedergutgemacht habe und nun Lionel Messi unter Druck setze. Die österreichische "Krone" sieht in den Franzosen den klaren Titelfavoriten, während die marokkanische Mannschaft im Viertelfinal-Duell enttäuscht habe.
Quellen: Zeit Online
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