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Verletzung

Kolumbien plagen Personalsorgen vor dem Duell mit der Schweiz

Vor dem historischen Achtelfinale gegen die Schweiz kämpfen die Kolumbianer mit Reisestrapazen, einer Grippewelle und dem verletzungsbedingten WM-Aus von Stürmer Jhon Córdoba.

Kolumbien geht personell und körperlich geschwächt in das anstehende WM-Achtelfinale gegen die Schweiz. Die Südamerikaner, die im bisherigen Turnierverlauf in vier Partien erst ein Gegentor kassiert haben, müssen für den restlichen Verlauf der Weltmeisterschaft auf ihren gesetzten Mittelstürmer Jhon Córdoba verzichten. Der 33-jährige Angreifer, der in der Vergangenheit in der Bundesliga für den 1. FC Köln, Mainz 05 und Hertha BSC aktiv war und derzeit beim FK Krasnodar unter Vertrag steht, hat sich eine Muskelverletzung zugezogen.

Die Verletzung erlitt Córdoba bereits in der Anfangsphase des Sechzehntelfinal-Duells gegen Ghana am vergangenen Samstag, als er nach nur acht Minuten ausgewechselt werden musste. Einen Tag später folgte die Diagnose, die das vorzeitige Turnierende für den physisch starken Angreifer bedeutete. Für Nationaltrainer Néstor Lorenzo stellt der Ausfall eine taktische Herausforderung dar, da Córdoba als erster Anläufer im Pressing und als zentraler Zielspieler im kolumbianischen Offensivspiel agierte.

Suárez oder Díaz als Alternativen im Sturmzentrum

Als wahrscheinlichster Ersatz in der Startelf gilt Luis Suárez von Sporting Lissabon. Der 28-Jährige wurde bereits gegen Ghana eingewechselt und entspricht dem von Lorenzo bevorzugten physischen Profil im Sturmzentrum. Als weitere Option im Kader steht der 27-jährige Cucho Hernández von Betis Sevilla bereit, der im bisherigen Turnierverlauf jedoch erst auf zehn Minuten Einsatzzeit kommt.

In den kolumbianischen Medien wird zudem über eine taktische Variante spekuliert, bei der Luis Díaz vom Flügel in das Sturmzentrum rücken könnte. Sollte sich Trainer Lorenzo für den Profi als eine Art "falsche Neun" entscheiden, würde dies voraussichtlich eine Systemumstellung vom gewohnten 4-3-3 auf eine 4-2-3-1-Formation nach sich ziehen. Dieses System hatte Kolumbien bereits im Gruppenspiel gegen Portugal gewählt.

Grippewelle und Reisestrapazen belasten das Team

Zusätzlich zu den personellen Ausfällen hat die Mannschaft mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Kapitän James Rodríguez berichtete nach dem Spiel gegen Ghana von einem hartnäckigen Virus, der innerhalb der Mannschaft grassiert und von dem viele Spieler betroffen seien. Der 34-Jährige selbst war gegen Ghana zur Halbzeit ausgewechselt worden.

Es geht ein hartnäckiger Virus um, und viele von uns sind betroffen. Wir konzentrieren uns nun voll und ganz auf das Spiel am kommenden Dienstag.
James Rodríguez

Erschwert wird die Regeneration durch die enormen Reisestrapazen während des Turniers. Der kolumbianische Tross hat bereits rund 17.000 Flugkilometer absolviert. Die Reise führte das Team in der Gruppenphase über Mexiko-Stadt, Guadalajara und Miami nach Kansas City und von dort weiter ins kanadische Vancouver, wo am Dienstagabend das Achtelfinale ausgetragen wird.

Trotz der Probleme setzt Kolumbien auf seine stabile Defensive. Die Innenverteidigung um Davinson Sánchez und Jhon Lucumí sowie das defensive Mittelfeld mit Gustavo Puerta und Jefferson Lerma zeigten sich bislang fehlerfrei. Dahinter agiert der 37-jährige Torwart Camilo Vargas als sicherer Rückhalt. Für Kolumbien bietet sich gegen die Schweiz die historische Möglichkeit, zum ersten Mal das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft zu erreichen.

Quellen: Sportschau

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