Alle News
Meldung

Kritik an FIFA nach Fall Balogun: Völler schließt sich Protesten an

Die Rücknahme der Sperre für den US-Nationalspieler Folarin Balogun sorgt für scharfe Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino, doch dessen Machtbasis bleibt vorerst stabil.

Der Skandal um die ausgesetzte Sperre für den US-amerikanischen Nationalspieler Folarin Balogun zieht im organisierten Fußball immer weitere Kreise. Nun hat sich auch Rudi Völler deutlich zu Wort gemeldet und die Entscheidung der FIFA scharf kritisiert. Völler bezeichnete den Vorgang als furchtbar und reihte sich damit in die wachsende Schar der Kritiker ein.

Zuvor hatte bereits die UEFA mit einem Frontalangriff reagiert und den Beschluss als beispiellos, unfassbar und nicht zu rechtfertigen bezeichnet. Im Zentrum der Kritik steht der Verdacht einer politischen Einflussnahme durch US-Präsident Donald Trump auf die Sportgerichtsbarkeit, die von FIFA-Präsident Gianni Infantino geduldet oder ermöglicht wurde. Auch wenn ein konkretes Fehlverhalten bisher nicht belegt ist, bleiben erhebliche Zweifel an den sportlichen Grundsätzen und der politischen Neutralität des Weltverbandes bestehen.

Infantino trotz Kritik vor Wiederwahl

Trotz des sportpolitischen Schadens im Fall Balogun gilt die Macht von FIFA-Präsident Gianni Infantino weiterhin als gefestigt. Infantino hat bereits angekündigt, beim FIFA-Kongress für eine weitere Amtszeit von 2027 bis 2031 zu kandidieren. Die dafür notwendige Mehrheit unter den 211 Nationalverbänden gilt als sicher. Die Konföderationen aus Südamerika, Afrika und Asien haben bereits ihre Unterstützung signalisiert, was rechnerisch 120 von 211 Stimmen ausmacht. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte, dass das deutsche Stimmverhalten noch in den Gremien des Verbandes diskutiert werde.

Die Basis für Infantinos Rückhalt liegt vor allem im Verteilungssystem der FIFA-Einnahmen, die bei dieser Weltmeisterschaft bis zu 14 Milliarden US-Dollar betragen sollen. Über Preisgelder und Entwicklungsprogramme werden alle Nationalverbände finanziert. Da kleinere Verbände finanziell vollständig von der FIFA abhängig sind, aber das gleiche Stimmrecht wie große Nationen besitzen, sichert sich der Verbandschef so die nötigen Stimmen für seine Wiederwahl.

Mögliche Gegenkandidaten für das Amt des FIFA-Präsidenten, wie der katarische Funktionär Nasser Al-Khelaifi, CONCACAF-Chef Victor Montagliani oder UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, dürften bei der Wahl am 18. März 2027 in Rabat wohl nicht gegen Infantino antreten. Eine Kandidatur müsste bis zum 18. November 2026 eingereicht werden, doch angesichts der klaren Mehrheitsverhältnisse gilt ein Gegenkandidat als unwahrscheinlich. Spätestens im Jahr 2031 müsste Infantino nach dann drei vollständigen Amtszeiten satzungsgemäß aus dem Amt scheiden.

Quellen: kicker, Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

Alle News