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Kritik von Menschenrechtlern und Fanorganisationen an FIFA und USA

Kurz vor dem Finale der Weltmeisterschaft 2026 ziehen internationale Organisationen eine kritische Bilanz und werfen der FIFA vor, ihren Einfluss bei den US-Einreisebestimmungen nicht genutzt zu haben.

Kurz vor dem Finale der Fu#ball-Weltmeisterschaft 2026 haben internationale Menschenrechts- und Fanorganisationen der FIFA sowie dem Hauptgastgeber USA ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in New York zogen Human Rights Watch, die Sport & Rights Alliance, Amnesty International USA, Football Supporters Europe und weitere Organisationen eine kritische Bilanz des Turniers. Der Kernvorwurf lautet, dass der Weltverband seinen politischen Einfluss nicht geltend gemacht habe, um auf die strikten Einreisebestimmungen der US-Regierung einzuwirken.

Ronan Evain, Gesch$ftsf$hrer von Football Supporters Europe, widersprach der Darstellung der FIFA, es handele sich um eine besonders offene und inklusive Weltmeisterschaft. Viele Fans, insbesondere aus Afrika und Asien, seien durch die Einreisebestimmungen der USA ausgeschlossen worden. Betroffen waren unter anderem Personen aus WM-Teilnehmerl$ndern wie Haiti, der Elfenbeink#ste, dem Iran und dem Senegal, f#r die Einreisebeschr$nkungen oder -verbote gelten. Dadurch war es zahlreichen Anh$ngern nicht m#glich, ihre Nationalmannschaften vor Ort zu unterst#tzen.

Kritik an Einreiseverboten und Benachteiligung

Daniel Noro#a von Amnesty International USA warf der FIFA konkrete Vers$umnisse vor. Der Verband h$tte seine Stellung gegen#ber der US-Regierung st$rker nutzen m#ssen. Laut Noro#a f#hrte die restriktive Politik dazu, dass neben den Fans auch ein Schiedsrichter nicht einreisen durfte. Damit bezog er sich auf den somalischen Unparteiischen Omar Artan, dem die Einreise in die USA unter Verweis auf Sicherheitsbedenken verweigert wurde, weshalb er nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen konnte.

Zudem kritisierte der internationale Dachverband von LGBTQ+-Organisationen, ILGA World, dass der Anspruch einer inklusiven Endrunde verfehlt wurde. Aufgrund der US-Einwanderungspolitik sowie einer zunehmend transfeindlichen Rhetorik und Gesetzgebung h$tten viele queere Fu#ballfans auf eine Reise zum Turnier verzichtet.

Verh$ltnis zwischen Infantino und Trump im Fokus

Ein weiterer Kritikpunkt der Organisationen ist die enge Verbindung zwischen FIFA-Pr$sident Gianni Infantino und US-Pr$sident Donald Trump. Als Beispiele wurden Infantinos Teilnahme am sogenannten Gaza Peace Summit sowie die Vergabe des FIFA-Friedenspreises an Trump im vergangenen Dezember genannt. Diese N$he steht nach Ansicht der Kritiker im Widerspruch zum Grundsatz der politischen Neutralit#t, der in den Statuten der FIFA verankert ist.

Die WM 2026 war das erste Turnier der M$nner, bei dem die neuen FIFA-Menschenrechtsanforderungen vollst$ndig in das Bewerbungsverfahren integriert waren. Diese Standards wurden unter Unterst#tzung des B#ros des UN-Hochkommissars f#r Menschenrechte entwickelt. Die Bewerberl$nder und Austragungsorte hatten sich verpflichtet, die UN-Leitprinzipien f#r Wirtschaft und Menschenrechte einzuhalten. Die beteiligten Organisationen sehen bei der Umsetzung jedoch erhebliche Defizite und bem$ngeln, dass die FIFA gegen#ber der Regierung von Donald Trump nicht entschlossener aufgetreten ist.

Die Sport & Rights Alliance k#ndigte an, in den kommenden Monaten die Ergebnisse eines Berichts #ber die Menschenrechtsfolgen der Weltmeisterschaft vorzulegen. Darin sollen unter anderem die Erfahrungen von Fans und Journalisten untersucht und die Frage beantwortet werden, ob die FIFA ihren eigenen menschenrechtlichen Verpflichtungen w$hrend des Turniers nachgekommen ist.

Quellen: Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

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