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Rassistische Beleidigungen gegen Mbappé: Macron und FFF schalten sich ein

Nach rassistischen Äußerungen einer paraguayischen Senatorin gegen Kylian Mbappé kündigt der französische Fußballverband rechtliche Schritte an und erhält Unterstützung von Staatspräsident Emmanuel Macron.

Nach dem WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay, das die Franzosen durch ein Tor von Kylian Mbappé mit 1:0 für sich entschieden, ist ein politischer Konflikt entbrannt. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia beleidigte den französischen Nationalstürmer in den sozialen Netzwerken rassistisch. Der französische Fußballverband FFF verurteilte die Äußerungen als verabscheuungswürdig sowie inakzeptabel und kündigte an, juristisch gegen die Politikerin vorzugehen.

Amarilla de Boccia hatte Mbappé, der in Paris geboren ist und dessen Eltern aus Kamerun und Algerien stammen, unter anderem als "kolonisierten Kameruner" bezeichnet, der den harten Franzosen spiele und voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich sei. Zudem warf sie ihm mangelnde Bildung vor und zog rassistische Vergleiche. Auslöser der Beschimpfungen war offenbar eine Szene nach dem Abpfiff, in der Mbappé dem paraguayischen Torwart Orlando Gill den Handschlag verweigert hatte.

Deutliche Reaktionen von Mbappé und Staatspräsident Macron

Der Angreifer von Real Madrid reagierte direkt auf die Angriffe der Politikerin. Er bezeichnete sie als verachtenswerte Frau, die ihres Amtes unwürdig sei, und betonte, sie vertrete nicht das Paraguay, das während der Weltmeisterschaft von Leidenschaft und Ehre durchdrungen gewesen sei. Mbappé kündigte an, solchen Hass und Rassismus nicht unkommentiert zu lassen.

Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bezog öffentlich Stellung und sicherte dem Kapitän der Nationalmannschaft seine volle Unterstützung zu. Macron erklärte, dies sei ein weiteres Tor für Kylian Mbappé, dieses Mal gegen den Rassismus. Wenn Worte verletzten, müssten die Werte Würde, Respekt und Brüderlichkeit ein Zeichen setzen. FFF-Präsident Philippe Diallo ergänzte, dass die Spieler die französische Nationalmannschaft und damit das gesamte Land repräsentieren, weshalb die strafbaren Äußerungen auch eine Beleidigung Frankreichs darstellten.

Senatorin bedauert Teile ihrer Aussagen und fordert Entschuldigung

In einem nachträglich veröffentlichten Brief versuchte die paraguayische Senatorin, ihre Aussagen zu erklären. Sie gab an, Teile ihrer Äußerungen zu bedauern, und betonte, dass ihr Konflikt nur den Spieler persönlich und nicht das Land Frankreich betreffe. Gleichzeitig forderte sie jedoch eine Entschuldigung von Mbappé, warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Reaktionen vor und drohte ihrerseits mit rechtlichen Schritten.

Mbappé nutzt seine Bekanntheit regelmäßig, um sich politisch zu positionieren. Bereits vor der Weltmeisterschaft sowie während der Europameisterschaft 2024 in Deutschland hatte der Stürmer öffentlich vor dem Erstarken der extremen Rechten in Frankreich gewarnt und betont, dass er als Fußballspieler das Recht habe, seine Meinung zu den gesellschaftlichen Entwicklungen in seinem Heimatland zu äußern.

Quellen: Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

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