Historischer Achtelfinaleinzug für Ägypten und mögliche Spielverlegung bei England gegen Mexiko
Während Ägypten nach 92 Jahren wieder ein WM-Achtelfinale erreicht, droht dem Duell zwischen England und Mexiko eine kurzfristige Verlegung der Anstoßzeit.
Die ägyptische Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2026 ein historisches Ergebnis erzielt. Durch einen 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Australien zog der siebenmalige Afrika-Cup-Sieger im Sechzehntelfinale in die nächste Runde ein. Für Ägypten ist es der erste K.-o.-Rundensieg der Verbandsgeschichte und der erste Einzug in ein WM-Achtelfinale seit 92 Jahren.
Die Partie gestaltete sich für die Ägypter jedoch äußerst dramatisch. Nach einer medizinischen Behandlung am Kopf unterlief dem Verteidiger Mohamed Hany ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Australier. Für Hany war es bereits das zweite Eigentor im laufenden Turnier, nachdem er schon in der Gruppenphase gegen Belgien ins eigene Netz getroffen hatte. Er ist damit der erste Spieler der WM-Geschichte, dem zwei Eigentore bei einer Endrunde unterliefen. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt Ägypten die Nerven und verwandelte alle vier Versuche, darunter ein Panenka-Elfmeter von Superstar Mohamed Salah, während Australien zweimal vergab.
Diskussionen um Anstoßzeit zwischen England und Mexiko
Das bevorstehende Achtelfinale zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt sorgt im Vorfeld für organisatorische Diskussionen. Nach Berichten britischer und mexikanischer Medien prüft die FIFA eine Vorverlegung der Partie um sechs Stunden. Statt wie geplant am Montag um 2:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) anzupfeifen, könnte das Spiel bereits am Sonntag um 20:00 Uhr MESZ stattfinden. Vor Ort in Mexiko-Stadt würde dies eine Anstoßzeit von 12:00 Uhr mittags bedeuten. Eine offizielle Bestätigung des Weltverbandes steht noch aus, und auch der englische Verband erklärte kurz vor dem Abflug, keine Informationen über eine Verlegung zu haben.
Für das englische Team unter Trainer Thomas Tuchel würde die Verlegung eine zusätzliche Belastung darstellen. Aufgrund der extremen Höhe des Spielorts von über 2200 Metern über dem Meeresspiegel hatte sich die Mannschaft für eine frühere Anreise mit zwei Übernachtungen in der mexikanischen Hauptstadt entschieden. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum appellierte unterdessen an die Vernunft der einheimischen Fans bei möglichen Feierlichkeiten. Nach dem Sechzehntelfinalsieg gegen Ecuador waren bei Ausschreitungen und Unfällen in Mexiko-Stadt vier Menschen ums Leben gekommen.
Niederländischer Verband erstattet Anzeige nach rassistischen Beleidigungen
Der niederländische Fußballverband KNVB hat nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Marokko Anzeige beim Generalstaatsanwalt erstattet. Grund dafür sind rassistische Beleidigungen in den sozialen Netzwerken gegen die Spieler Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville, die im Elfmeterschießen ihre Versuche vergeben hatten. Die drei betroffenen Akteure schlossen daraufhin die Kommentarfunktionen auf ihren Profilen.
Der Verband betonte in einer Stellungnahme, dass Diskriminierung dem Wesen des Fußballs widerspreche und man ein deutliches Signal gegen solche Grenzüberschreitungen setzen wolle. Erste rassistische Beiträge auf der Plattform X wurden bereits gelöscht.
Dopingverdacht bei Tunesien und Details zur Halbzeitshow
Abseits des Platzes sorgen Berichte über mögliche Dopingfälle für Aufsehen. Mindestens acht Nationalspieler Tunesiens sollen positiv auf die Substanz Clenbuterol getestet worden sein. Als mögliche Ursache wird der Konsum von verunreinigtem Fleisch in Mexiko vermutet. ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt bezeichnete dieses Szenario als denkbar, äußerte jedoch deutliche Kritik an der mangelnden Informationspolitik der FIFA in diesem Fall.
Zudem wurden Details zur geplanten Halbzeitshow beim WM-Finale in New York/New Jersey bekannt. Der Organisationschef der Show, Hugh Evans, kündigte an, dass der Auftritt von Madonna, Shakira und der K-Pop-Band BTS exakt elf Minuten dauern wird, um den zeitlichen Rahmen des Fußballregelwerks strikt einzuhalten.
Quellen: Sportschau
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