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Rudi Völler bleibt DFB-Sportdirektor

Nach dem Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale setzt der DFB auf Kontinuität an der sportlichen Spitze und bereitet zugleich die Verpflichtung von Jürgen Klopp vor.

Rudi Völler wird seine Arbeit als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund fortsetzen. Der 66-Jährige erklärte am Dienstag in einer Medienrunde in Frankfurt am Main, dass er seinen bis einschließlich der Europameisterschaft 2028 laufenden Vertrag erfüllen wird. Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay war Völlers Zukunft zunächst unklar gewesen.

Ausschlaggebend für seine Entscheidung sei ein langes Telefonat am vergangenen Samstag mit Jürgen Klopp gewesen, der als designierter Bundestrainer gilt. Klopp habe ebenso wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke den Wunsch geäußert, dass Völler im Amt bleibt. Zudem erhielt Völler Zuspruch von Oliver Mintzlaff, dem Sportchef von Red Bull, sowie aus der Bundesliga. Völler hatte sich nach dem WM-Aus zunächst hinter Bundestrainer Julian Nagelsmann gestellt. Da Nagelsmann kurz darauf zurücktrat, entstand zwischenzeitlich Spekulationen über einen kompletten personellen Neuanfang beim Verband.

Für die angestrebte Zusammenarbeit mit Klopp kündigte Völler an, sich künftig etwas mehr im Hintergrund zu halten. Seine Hauptaufgabe sehe er darin, das Teamgefüge und den Verband zusammenzuhalten. Völler bekleidet das Amt des Sportdirektors seit Anfang 2023, nachdem er die Nachfolge von Oliver Bierhoff angetreten hatte.

Verhandlungen mit Klopp stehen bevor

Die Entscheidung Völlers gilt als weiteres starkes Signal für eine bevorstehende Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke reisen in der zweiten Wochenhälfte nach New York, um mit Red-Bull-Sportchef Oliver Mintzlaff über die Freigabe des 59-Jährigen zu verhandeln, der dort als Head of Global Soccer unter Vertrag steht. Zudem sollen Gespräche mit Klopp über die Vertragsdetails geführt werden. Völler selbst wird nicht an der Reise teilnehmen.

DFB-Vizepräsident Watzke dämpfte im ZDF die Erwartungen an eine schnelle Einigung leicht und bezifferte die Wahrscheinlichkeit des Deals auf über 50 Prozent. Es müssten noch vertragliche Details mit Red Bull geklärt werden, weshalb die Personalie noch nicht endgültig abgeschlossen sei.

Hoeneß wirbt für Mertesacker - Nübel vor Wechsel

Unterdessen hat sich Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß für eine Einbindung von Per Mertesacker beim DFB ausgesprochen. Da Andreas Rettig seinen Posten als Geschäftsführer Sport zum Jahresende abgibt, sieht Hoeneß in dem ehemaligen Nationalspieler und Leiter der Arsenal-Akademie den idealen Kandidaten für den Neuaufbau. Mertesacker hatte zuvor bereits seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, eine Aufgabe beim DFB zu übernehmen.

Veränderungen gibt es auch im Kader der Nationalmannschaft: Torhüter Alexander Nübel steht vor einem Wechsel vom FC Bayern München zum türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul. Beide Vereine haben eine grundsätzliche Einigung erzielt. Die Ablösesumme für den 29-Jährigen, der bei der Weltmeisterschaft ohne Einsatz blieb, soll bei bis zu sieben Millionen Euro liegen und kann durch Bonuszahlungen weiter ansteigen.

Quellen: kicker, kicker, kicker, Sportschau, Sportschau, Sportschau

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