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Spielbericht
Spanien
2:1
Belgien

Später Merino-Treffer nach Torwart-Patzer: Spanien zieht ins WM-Halbfinale ein

Durch ein spätes Tor des eingewechselten Mikel Merino bezwingt Spanien die Auswahl Belgiens mit 2:1 und steht erstmals seit 16 Jahren wieder in der Vorschlussrunde einer Weltmeisterschaft.

Spanien zieht ins Halbfinale ein

Die spanische Nationalmannschaft hat das Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Belgien für sich entschieden. Im Los-Angeles-Stadion in Inglewood setzte sich der Europameister mit 2:1 (1:1) durch und erreichte damit zum ersten Mal seit dem WM-Titel 2010 wieder das Halbfinale. Während Spanien nun am kommenden Dienstag auf Frankreich trifft, scheiterte die belgische Mannschaft beim Versuch, zum dritten Mal in ihrer Verbandsgeschichte ein WM-Halbfinale zu erreichen.

Die Partie begann mit der erwarteten Rollenverteilung. Spanien kontrollierte das Spielgeschehen durch langen Ballbesitz, während sich die defensiv tief gestaffelten Belgier auf das Umschaltspiel konzentrierten. Nach einer halben Stunde ohne nennenswerte Torchancen gingen die Iberer in Führung. Nach einem Zusammenspiel von Lamine Yamal und Pedro Porro kam Dani Olmo im Strafraum zum Abschluss. Dessen zentraler Flachschuss konnte Belgiens Torhüter Thibaut Courtois nicht festhalten, sodass Fabián Ruiz den Abpraller in der 30. Minute zum 1:0 verwertete.

In der Folge drängte Spanien auf den zweiten Treffer. Vor allem der 18-jährige Yamal sorgte für Gefahr, als er nach einem Solo gegen Jérémy Doku das Außennetz traf. Mitten in dieser Drangphase gelang Belgien jedoch der überraschende Ausgleich. Eine Flanke von Rechtsverteidiger Timothy Castagne fand den Stürmer Charles De Ketelaere, der sich gegen Spaniens Innenverteidiger Pau Cubarsí durchsetzte und in der 41. Minute zum 1:1 einköpfte. Für Spanien war es nach zuvor 649 Minuten ohne Gegentreffer das erste Gegentor im laufenden Turnier.

Verletzung von Courtois und schwerer Patzer des Vertreters

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Spanien spielbestimmend, doch auch Belgien kam zu Gelegenheiten. In der 55. Minute bediente Doku nach einem Zusammenspiel mit Kevin de Bruyne den mitgelaufenen Maxim De Cuyper, dessen Schuss am Außennetz landete. Auf der Gegenseite scheiterte Yamal mehrfach am stark reagierenden Courtois, der auch einen Flachschuss von Mikel Oyarzabal parierte.

In der 71. Minute folgte ein schwerer Rückschlag für die Belgier, die bereits vor dem Anpfiff den verletzungsbedingten Ausfall von Youri Tielemans beim Aufwärmen verkraften mussten: Stammtorhüter Courtois verletzte sich am Oberschenkel und musste unter Tränen ausgewechselt werden. Für ihn kam der unerfahrene Senne Lammens in die Partie.

In der Schlussphase erhöhte Spanien den Druck gegen sichtlich ermüdende Belgier. In der 88. Minute entschied ein Torwartfehler die Begegnung. Lammens konnte einen Distanzschuss von Cubarsí nicht festhalten und ließ den Ball nach vorne abprallen. Der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Mikel Merino schaltete am schnellsten und staubte zum 2:1-Siegtreffer ab.

Stimmen zum Spiel

Ich bin überglücklich. Ball vor den Fuß bekommen, reingemacht – klasse. Ja, ich gewöhne mich so langsam daran. Wieder bin ich reingekommen, wieder habe ich den entscheidenden Treffer erzielt. Jetzt kommt die nächste Aufgabe. Es wird ein enges Spiel, es ist ein Top-Team. Es sind noch zwei Spiele, und dann hoffen wir, unseren Traum wahr werden zu lassen.
Mikel Merino
Gegen so eine Mannschaft darf man keine Fehler machen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, vor allem, als wir ausgeglichen hatten. Manchmal zählen die Details, es hat heute einfach nicht gereicht. Das war natürlich nicht vorteilhaft für uns.
Rudi Garcia

Quellen: Zeit Online, Sportschau, Sportschau, kicker, kicker, kicker

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