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Spanien gegen Argentinien: Der Kader-Vergleich vor dem WM-Finale

Vor dem Endspiel der Weltmeisterschaft 2026 treffen das spanische Kollektiv und die emotionalen Argentinier im direkten Positionsvergleich aufeinander.

Am Sonntagabend spielen Spanien und Argentinien im Finale der Weltmeisterschaft 2026 um den Titel. Während die spanische Nationalmannschaft unter Trainer Luis de la Fuente im Turnierverlauf durch Spielkontrolle, Ballbesitz und eine extrem stabile Defensive überzeugte, zog Argentinien angeführt von Superstar Lionel Messi über emotionale Partien und späte Tore in das Endspiel ein. Ein Blick auf die voraussichtlichen Startaufstellungen zeigt, wo die Stärken und Schwächen der beiden Finalisten im direkten Vergleich liegen.

Torhüter: Rekordmann Simón gegen Elfmeterkiller Martínez

Im Tor der Spanier steht Unai Simón von Athletic Bilbao, der eine historische WM spielt. In sechs von sieben Partien blieb der 29-Jährige ohne Gegentreffer und stellte mit 649 WM-Minuten ohne Gegentor den ewigen Rekord des Italieners Walter Zenga ein. Zudem parierte er 93 Prozent der Schüsse auf sein Tor – der Bestwert des Turniers. Auf der Gegenseite steht mit dem 33-jährigen Emiliano Martínez von Aston Villa ein erfahrener Weltmeister von 2022 im Kasten. Obwohl er im Turnierverlauf bereits sieben Gegentreffer hinnehmen musste, gilt Martínez als spielerisch stärkerer Torwart und ausgewiesener Elfmeterspezialist, was in einem engen Finale den Ausschlag geben könnte. In dieser Position teilen sich beide Teams die Punkte.

Außenverteidiger: Spanien im Vorteil

Auf der rechten Abwehrseite spricht die Formkurve klar für Spanien. Pedro Porro von den Tottenham Hotspur zeigte im Halbfinale gegen Frankreich beim 2:0-Sieg seine beste Turnierleistung, erzielte den Endstand und bereitete im Turnier bereits acht Torschüsse vor. Argentiniens Nahuel Molina von Atlético Madrid agierte hingegen wechselhaft und verschuldete im Halbfinale gegen England das zwischenzeitliche Gegentor durch Anthony Gordon. Dieser Punkt geht an Spanien.

Auch auf der linken Abwehrseite hat Spanien die Nase vorn. Marc Cucurella, der für rund 60 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Real Madrid wechselt, überzeugt defensiv mit einer starken Zweikampfquote von 62,5 Prozent im Halbfinale und bereitete zudem bereits zwei Tore direkt vor. Argentiniens 34-jähriger Routinier Nicolas Tagliafico von Olympique Lyon rückte nach einer Muskelverletzung von Facundo Medina zwar wieder in die erste Elf, konnte jedoch noch nicht vollständig überzeugen.

Innenverteidigung: Erfahrung und jugendliche Klasse

In der Innenverteidigung kommt es zu zwei ausgeglichenen Duellen. Der 32-jährige spanische Routinier Aymeric Laporte von Athletic Bilbao überzeugt durch Zweikampfstärke und Stellungsspiel, hat jedoch Tempodefizite. Sein Gegenüber Cristian Romero von den Tottenham Hotspur agiert ähnlich zweikampfstark, leistete sich im Turnier aber bereits zehn Fouls und traf beim wichtigen Erfolg gegen Ägypten. Hier verbuchen beide Mannschaften ein Unentschieden.

Neben Laporte verteidigt bei Spanien das 19-jährige Talent Pau Cubarsi vom FC Barcelona, der mit einer Passquote von 96 Prozent glänzt, im Viertelfinale gegen Belgien jedoch auch Schwächen im Luftkampf offenbarte. Argentinien setzt auf Lisandro Martínez von Manchester United, der nach einer schweren Kreuzbandverletzung rechtzeitig fit wurde, im Viertelfinale gegen die Schweiz mehrfach rettete und gegen Kap Verde ein Tor erzielte. Aufgrund seiner Führungsqualitäten geht dieses Duell hauchdünn an den Südamerikaner.

Quellen: Sportschau

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