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Spaniens Luxusproblem vor dem Finale: Alejandro Grimaldo nur Reservist

Trotz herausragender Leistungen im Vereinsfußball wartet Alejandro Grimaldo bei der Weltmeisterschaft noch auf seinen ersten Einsatz für Spanien.

Die Kaderbreite der spanischen Nationalmannschaft vor dem WM-Finale gegen Argentinien am Sonntag zeigt sich insbesondere auf der Ersatzbank. Alejandro Grimaldo, der maßgeblich zur ungeschlagenen Meisterschaft und zum Pokalsieg von Bayer Leverkusen beigetragen hat, kam im bisherigen Turnierverlauf noch keine einzige Minute zum Einsatz. Der 30-jährige Linksverteidiger, der für seine präzisen Freistöße und seine Offensivstärke bekannt ist, erlebt in den USA, Kanada und Mexiko seine erste Weltmeisterschaft als reiner Statist.

Der Grund für die Reservistenrolle des Spaniers liegt in der starken Form seines Konkurrenten Marc Cucurella, der auf der linken Abwehrseite ein überragendes Turnier spielt. Grimaldo äußerte sich dennoch positiv über seinen Teamkollegen und betonte das gute persönliche Verhältnis der beiden. Die sportliche Situation nimmt er professionell, wenn auch ungerne an. Er erklärte, dass es hart sei, dem Team nicht auf dem Platz helfen zu können, er sich jedoch darauf vorbereite, abseits des Feldes Unterstützung zu leisten.

In Spanien werde ich fußballerisch nicht so sehr geschätzt, wie ich es meiner Meinung nach verdiene.
Alejandro Grimaldo

Diese fehlende Anerkennung in der Heimat führt Grimaldo auch auf die geringere Popularität der Bundesliga in Spanien zurück. Um dies zu ändern, wechselte der in Valencia geborene Profi, der einst in der Jugendakademie des FC Barcelona ausgebildet wurde, im Juli für eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu Atlético Madrid. Sein erklärtes Ziel ist es, sich in der spanischen Liga als einer der besten Linksverteidiger zu etablieren.

Prominente Mitstreiter auf der Bank

Grimaldo ist im spanischen Starensemble nicht der einzige prominente Akteur ohne Einsatzzeit. Auch Eric Garcia, Martin Zubimendi und Victor Munoz kamen bei dieser Weltmeisterschaft noch nicht zum Zug. Dabei handelt es sich um Stammspieler des englischen Meisters FC Arsenal und des spanischen Meisters FC Barcelona sowie um einen millionenschweren Neuzugang des FC Liverpool. Sollte Spanien das Endspiel gewinnen, würden sie sich in die Riege der Feldspieler einreihen, die ohne Spielminute Weltmeister wurden – ein Schicksal, das 2014 beim deutschen WM-Erfolg auch Kevin Großkreutz, Matthias Ginter und Erik Durm teilten.

Quellen: Sportschau

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