Alle News
Meldung

Spaniens Torhüter Unai Simón stellt historischen WM-Rekord auf

Mit 609 Minuten ohne Gegentor hat der spanische Nationaltorhüter Unai Simón eine historische Bestmarke bei Weltmeisterschaften aufgestellt.

Spaniens Torhüter Unai Simón hat bei der Weltmeisterschaft 2026 einen historischen Rekord aufgestellt. Seit nunmehr 609 Minuten ist der 29-jährige Schlussmann bei WM-Endrunden ohne Gegentor. Damit übertraf er die bisherige Bestmarke des Italieners Walter Zenga aus dem Jahr 1990. Der letzte Spieler, dem ein WM-Treffer gegen Simón gelang, war der Japaner Ao Tanaka in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Seine Serie baute Simón im laufenden Turnier in den Partien gegen Kap Verde, Uruguay, Saudi-Arabien, Österreich und Portugal aus. Seinen Erfolg führt der Torhüter von Athletic Bilbao vor allem auf mentale Stärke zurück.

Ich habe die Fähigkeit, dass ich unter Druck ruhig und gelassen bleibe. Das ist wahrscheinlich angeboren, trainieren kann man das nicht.
Unai Simón

Große Konkurrenz und das Vertrauen des Trainers

Dass Simón als unangefochtene Nummer eins in das Turnier ging, war im Vorfeld nicht unumstritten. Mit David Raya vom FC Arsenal, dem Gewinner des "Golden Glove" der Premier League, und Joan Garcia vom FC Barcelona standen Nationaltrainer Luis De la Fuente hochkarätige Alternativen zur Verfügung. Während Garcia in der spanischen Liga 15 Mal zu null spielte und nur 21 Gegentreffer kassierte, musste Simón im Verein 54 Gegentore hinnehmen.

Ausschlaggebend für die Nominierung war jedoch das langjährige Vertrauensverhältnis zwischen dem Nationaltrainer und seinem Torwart. De la Fuente und Simón arbeiten bereits seit der U19-Europameisterschaft 2015 zusammen. Es folgten der U21-Europameistertitel 2019, die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 sowie die Titelgewinne in der Nations League 2023 und bei der Europameisterschaft 2024.

Starke Defensivleistung der gesamten Mannschaft

Neben Simóns persönlicher Leistung profitiert die spanische Auswahl von einer stabilen Defensive. Im bisherigen Turnierverlauf bekam der Torhüter lediglich acht Schüsse direkt auf sein Tor. Größere Chancen der Gegner blieben weitgehend aus, abgesehen von einem abgefälschten Lattentreffer des Portugiesen Nuno Mendes im Achtelfinale. Trainer De la Fuente betonte nach dem 1:0-Sieg gegen Portugal, dass der Erfolg auf der Defensivarbeit der gesamten Mannschaft beruhe.

Im anstehenden Viertelfinale gegen Belgien und einem möglichen Halbfinale gegen Frankreich mit seiner hochkarätig besetzten Offensive dürfte die spanische Hintermannschaft jedoch vor schwerere Aufgaben gestellt werden. Für Simón bietet sich dort die Gelegenheit, seine Rekordmarke weiter auszubauen.

Quellen: Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

Alle News