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Spaziergänger Lionel Messi: Pures Kalkül statt Alterserscheinung

Trotz der geringsten Laufleistung aller Feldspieler bei der Weltmeisterschaft 2026 bleibt der 39-jährige Lionel Messi Argentiniens entscheidender Erfolgsfaktor.

Kein Feldspieler ist in der Vorrunde dieser Weltmeisterschaft weniger Kilometer gelaufen als der argentinische Kapitän Lionel Messi. Auch im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde legte der 39-Jährige fast sechs Kilometer im reinen Gehtempo zurück. Was auf den ersten Blick wie eine Alterserscheinung wirken mag, ist in Wahrheit taktische Absicht. Mit einer durchschnittlichen Laufdistanz von nur 8,1 Kilometern pro 90 Minuten in der Gruppenphase verzeichnete Messi den niedrigsten Wert des gesamten Turniers – und führt dennoch die Torjägerliste im oberen Bereich an.

Die Spielweise des achtfachen Weltfußballers basiert auf genauer Beobachtung. Während sich das Spielgeschehen dynamisch verschiebt, bewegt sich Messi oft abseits des argentinischen Systems. Er nutzt diese Phasen im Schritttempo gezielt zur Analyse der gegnerischen Formationen und sucht Räume abseits der direkten Bewachung, um sich für entscheidende Momente freizulaufen.

Wenn ich gehe, analysiere ich, wie die Gegner sich auf dem Feld positionieren, wie wir stehen, wenn wir nicht den Ball haben. Ich versuche mich ein wenig aus dem Spiel rauszunehmen, um von meinem Verteidiger weg zu kommen
Lionel Messi

Diese Taktik zeigte sich auch im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde. Nach einer ersten Torannäherung in der 15. Minute, bei der Messi nach einem kurzen Antritt noch vergab, folgte in der 28. Minute die spielentscheidende Szene. Während sich die gegnerische Abwehr nach links verschob, positionierte sich Messi zunächst im Abseits im Rücken seines Bewachers Diney Borges. Nach einem Blickkontakt mit Innenverteidiger Lisandro Martínez startete er den Sprint in den Strafraum, nahm den langen Pass perfekt an und erzielte per Lupfer die 1:0-Führung.

Die statistischen Daten der Partie verdeutlichen Messis hocheffizienten Spielstil: Lediglich 41,7 Meter legte er mit einer Geschwindigkeit von über 25 km/h zurück, während er 5.933,4 Meter im Gehtempo absolvierte. Dieser minimale physische Aufwand reichte aus, um sein siebtes Turniertor und das insgesamt 20. WM-Tor seiner Karriere zu erzielen.

Am Dienstag, dem 7. Juli, trifft Argentinien im Achtelfinale im Atlanta Stadium auf Ägypten. Für den 39-jährigen Superstar könnte es das letzte WM-Spiel seiner Karriere werden, sollte der Titelverteidiger ausscheiden.

Quellen: Sportschau

Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.

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