WM-Splitter: Messi an der Spitze, historische Eigentore und Tuchels Karma-Hoffnung
Während Lionel Messi die Torjägerliste anführt und Ägypten trotz zweier Eigentore desselben Spielers Geschichte schreibt, blickt England-Trainer Thomas Tuchel optimistisch auf das Achtelfinale im Aztekenstadion.
Messi übernimmt Führung in der Torjägerliste
Argentiniens Kapitän Lionel Messi hat sich mit seinem Treffer zum 1:0-Zwischenstand im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde an die alleinige Spitze der WM-Torschützenliste gesetzt. Der 39-jährige Offensivspieler steht nach der ersten K.-o.-Runde bei sieben Turniertoren und weist damit einen Treffer mehr auf als der Franzose Kylian Mbappé. Argentinien setzte sich in der Verlängerung mühsam mit 3:2 gegen den Außenseiter durch.
Trotz des sportlichen Erfolgs gab es abseits des Platzes auch kuriose Szenen: Ein großer Goldendoodle namens "Brodie", der in den sozialen Medien über 15 Millionen Follower hat, sorgte für Aufsehen, als er das Spiel der Argentinier auf einem eigenen Sessel im VIP-Bereich verfolgte.
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Historischer Erfolg für Ägypten trotz Eigentor-Kuriosität
Ägypten hat durch einen dramatischen 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Australien erstmals seit 92 Jahren wieder das Achtelfinale einer Weltmeisterschaft erreicht. Nach der regulären Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Emam Ashour brachte die Ägypter in der 13. Minute in Führung, ehe ein Eigentor von Mohamed Hany in der 55. Minute für den Ausgleich der Australier sorgte.
Damit stellte Hany einen historischen Negativrekord auf: Er ist der erste Spieler der WM-Geschichte, dem zwei Eigentore innerhalb eines Turniers unterliefen. Bereits in der Gruppenphase gegen Belgien hatte der Verteidiger ins eigene Netz getroffen. Im Elfmeterschießen behielten die Ägypter dennoch die Nerven, wobei Superstar Mohamed Salah seinen Versuch per Panenka-Heber verwandelte.
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Tuchel beschwört das Karma im Aztekenstadion
Vor dem Achtelfinal-Duell zwischen England und Co-Gastgeber Mexiko im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt hat sich Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel zu Wort gemeldet. 40 Jahre nach dem berühmten Viertelfinale der WM 1986, das durch Diego Maradonnas "Hand Gottes" zugunsten Argentiniens entschieden wurde, strebt Tuchel ein positives Kapitel an.
Ich hoffe, wir können endlich Frieden mit dem Stadion schließen. Es wird sich für uns auszahlen. Wir werden es zurückbekommen. Es ist Karma. Das Karma wird zu uns zurückkehren. Wir werden das Ganze umdrehen.
Entgegen zwischenzeitlicher Gerüchte über eine Vorverlegung der Partie wegen drohender Gewitter bleibt es bei der ursprünglichen Anstoßzeit am Sonntag um 18 Uhr Ortszeit (Montag, 2 Uhr MESZ). Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die heimischen Fans im Vorfeld zu verantwortungsvollen Feierlichkeiten auf. Nach dem Sechzehntelfinalsieg gegen Ecuador waren bei Straßenfeiern in der Hauptstadt vier Menschen ums Leben gekommen.
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Niederländischer Verband erstattet Anzeige nach rassistischen Beleidigungen
Nach dem Ausscheiden der niederländischen Nationalmannschaft im Elfmeterschießen gegen Marokko sieht sich der niederländische Fußballverband KNVB zum Handeln gezwungen. Die Spieler Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville, die ihre Elfmeter vergaben, wurden in den sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt. Der Verband erstattete Anzeige beim Generalstaatsanwalt der Niederlande und verurteilte die Vorfälle scharf. Die betroffenen Spieler deaktivierten die Kommentarfunktionen ihrer Profile.
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Vorschau: Erste Achtelfinals mit Kanada und Frankreich
Am 24. Turniertag stehen die ersten Achtelfinalbegegnungen an. Co-Gastgeber Kanada trifft in Houston auf den amtierenden Afrikameister Marokko. Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch sieht sein Team als Außenseiter gegen eine marokkanische Mannschaft, die er als nahezu fehlerfrei beschreibt. Später am Abend fordert Paraguay den Favoriten Frankreich heraus. Paraguays Trainer Gustavo Alfaro verglich die französische Auswahl mit einem schweren Gewitter, vor dem sich sein Team bestmöglich schützen müsse.
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