WM-Splitter: Zidan hofft auf Sensation, Collina stützt Claus und Verletzungssorgen bei mehreren Teams
Während Ägyptens Ex-Bundesliga-Profi Mohamed Zidan vor dem Duell mit Argentinien an den großen Coup glaubt, sorgt die Schiedsrichter-Diskussion um Donald Trump für Aufsehen und verletzungsbedingte Ausfälle überschatten die Achtelfinals.
Zidan setzt auf Herz und Verstand gegen den Weltmeister
Vor dem Achtelfinal-Duell Ägyptens gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien hat sich der ehemalige Bundesliga-Profi Mohamed Zidan zuversichtlich geäußert. Der 41-malige ägyptische Nationalspieler betonte, dass der Glaube mit dem Erfolg wachse. Für eine Überraschung gegen den Favoriten fordert er eine konzentrierte Leistung: Es gehe in einem solchen Spiel nicht nur mit Herz, sondern auch mit Kopf, weshalb die Mannschaft mit Verstand agieren müsse.
Zudem äußerte sich Zidan positiv über eine mögliche Zukunft seines ehemaligen Dortmund-Trainers Jürgen Klopp als deutscher Bundestrainer. Er zeigte sich überzeugt, dass Deutschland unter Klopp wieder Weltmeister werden könne. Ein solches Projekt benötige jedoch Zeit und sei auf eine langfristige Planung ausgelegt.
Klose berichtet von emotionalem Telefonat mit Messi
Miroslav Klose hat seinen Status als alleiniger Rekordhalter der ewigen WM-Torschützenliste an Lionel Messi verloren. Der deutsche Ex-Nationalstürmer verriet nun, dass nach dem Einstellen des Rekords ein emotionales Telefonat zwischen den beiden Torjägern stattgefunden habe, das vom argentinischen Nationaltrainer Lionel Scaloni initiiert wurde. Klose bezeichnete Messi als Phänomen und erklärte, dass sie sich zwar auf dem Platz stets respektvoll begegnet seien, abseits davon nun aber zum ersten Mal länger gesprochen hätten. Als Anerkennung habe Messi ihm ein signiertes Trikot versprochen.
Schiedsrichter-Chef Collina weist Trump-Kritik zurück
Der Schiedsrichter-Chef der FIFA, Pierluigi Collina, hat sich schützend vor den brasilianischen Unparteiischen Raphael Claus gestellt. Claus war nach dem Platzverweis gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun im Sechzehntelfinale gegen Ecuador in die Kritik geraten. US-Präsident Donald Trump hatte die Entscheidung als verdächtig bezeichnet und den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino kontaktiert, woraufhin die Sperre für Balogun zur Bewährung ausgesetzt wurde. Collina entgegnete den Vorwürfen nun deutlich und betonte, Claus sei ein erfahrener sowie hoch angesehener Schiedsrichter, in den man volles Vertrauen besitze.
Portugal plant mit Jorge Jesus als Martínez-Nachfolger
Nach dem Ausscheiden Portugals im Achtelfinale gegen Spanien und dem anschließenden Rücktritt von Nationaltrainer Roberto Martínez steht der portugiesische Verband offenbar vor der Verpflichtung eines Nachfolgers. Wie die Sportzeitung "A Bola" berichtet, soll der 71-jährige Jorge Jesus das Amt übernehmen. Der ehemalige Trainer des saudi-arabischen Klubs Al-Nassr FC ist derzeit vereinslos. Ein Treffen mit Verbandspräsident Pedro Proença sei bereits geplant. Jesus soll das Team auf die Europameisterschaft 2028 und die Weltmeisterschaft 2030 im eigenen Land vorbereiten. Möglicherweise könnte er auch Einfluss auf die Zukunft von Superstar Cristiano Ronaldo nehmen, der nach dem WM-Aus sein wahrscheinliches Karriereende im Nationalteam angedeutet hatte.
Verletzungssorgen bei der Schweiz und Belgien
Die Schweiz muss im Achtelfinal-Duell gegen Kolumbien auf ihren Offensivspieler Johan Manzambi verzichten. Der 20-Jährige vom SC Freiburg erlitt im Abschlusstraining ohne Fremdeinwirkung eine Knieverletzung. Eine MRT-Untersuchung schloss zwar eine schwere Verletzung aus, ein Einsatz im anstehenden K.-o.-Spiel ist jedoch nicht möglich.
Noch härter trifft es den belgischen Nationalspieler Amadou Onana. Der Mittelfeldakteur von Aston Villa zog sich beim 4:1-Achtelfinalsieg gegen die USA offenbar einen Kreuzbandriss zu. Onana musste bereits nach 21 Minuten ausgewechselt werden und verließ das Stadion später an Krücken. Belgiens Trainer Rudi Garcia sprach von einer ernsten Situation und schlechten Nachrichten für das gesamte Team.
Pochettino offen für Verbleib als US-Nationaltrainer
Trotz des Ausscheidens im Achtelfinale gegen Belgien kann sich der US-amerikanische Nationaltrainer Mauricio Pochettino einen Verbleib im Amt vorstellen. Der Vertrag des 54-jährigen Argentiniers läuft mit dem Ende des Turniers aus, eine vorzeitige Verlängerung hatte er vor der WM abgelehnt. Nun erklärte Pochettino, dass er bereit sei, das Turnier zu analysieren und in den kommenden Wochen Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit mit dem US-Verband zu führen.
Quellen: Sportschau
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