Nachrichten zur Weltmeisterschaft: Tuchel erhält Rückendeckung, Argentinien feiert mit politischer Botschaft
Nach dem Halbfinal-Aus der englischen Nationalmannschaft wird über die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel diskutiert, während Argentiniens Finaleinzug von einer politischen Geste und neuen Rekorden von Lionel Messi begleitet wird.
Diskussionen um Tuchel und königlicher Zuspruch
Trotz des Ausscheidens im WM-Halbfinale gegen Argentinien soll Thomas Tuchel das Vertrauen des englischen Fußballverbands FA für eine weitere Zusammenarbeit besitzen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge, darunter von der BBC und der "Times", wird erwartet, dass der deutsche Trainer die Mannschaft auch zur Europameisterschaft 2028 führen wird. FA-Geschäftsführer Mark Bullingham vermied direkt nach dem Abpfiff eine konkrete Aussage zu Tuchels Vertrag, sprach dem Trainerteam und den Spielern jedoch seinen Dank für den geleisteten Einsatz aus.
Rückendeckung erhielt Tuchel auch aus der Mannschaft. Kapitän Harry Kane betonte, dass man gemeinsam gewinne und verliere. Das Team habe alles versucht, und wenn die Pläne des Trainers aufgegangen wären, hätte man ihn als Genie bezeichnet. Letztlich habe es aus verschiedenen Gründen nicht gereicht.
Zuspruch für die Mannschaft gab es zudem aus dem britischen Königshaus. Prinz William äußerte sich auf Instagram stolz über den Auftritt des Teams, das alles gegeben habe, und dankte allen Beteiligten für ein unglaubliches Turnier.
Quellen: kicker, Sportschau
Politische Botschaft und historischer Messi-Rekord
Nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale präsentierten die argentinischen Nationalspieler während der Feierlichkeiten ein Spruchband mit der Aufschrift "Las malvinas son argentinas" (Die Falklandinseln sind argentinisch). Der politische Hintergrund dieser Geste ist der seit dem Falklandkrieg 1982 andauernde Territorialkonflikt zwischen Argentinien und Großbritannien um die Inselgruppe vor der argentinischen Küste, welcher die sportliche Rivalität beider Nationen bis heute beeinflusst.
Sportlich stand erneut Lionel Messi im Mittelpunkt. Mit seinen zwei Torvorlagen im Halbfinale schraubte der Kapitän sein Konto auf insgesamt zwölf WM-Assists seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1966. Damit führt er diese Statistik deutlich vor Diego Maradona (acht Vorlagen) sowie Pierre Littbarski und Grzegorz Lato (je sieben) an. Bemerkenswert ist, dass Messi zehn seiner zwölf Vorlagen in K.o.-Spielen beisteuerte.
Quellen: kicker, Sportschau
Collina weist Kritik von Deschamps zurück
FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die Kritik des französischen Nationaltrainers Didier Deschamps an der Leistung des Unparteiischen Ivan Barton zurückgewiesen. Deschamps hatte nach dem 0:2 im Halbfinale gegen Spanien die Qualität des Referees aus El Salvador infrage gestellt und manche Entscheidungen als fragwürdig bezeichnet, darunter einen Elfmeter für Spanien. Collina entgegnete deutlich, dass die Schiedsrichter der FIFA Weltklasse seien und Barton absolut das Niveau für ein Halbfinale besessen habe.
Quellen: kicker, Sportschau
Haiti trennt sich von Nationaltrainer Migné
Der haitianische Fußballverband hat sich im gegenseitigen Einvernehmen von Nationaltrainer Sébastien Migné getrennt. Der Franzose hatte Haiti erstmals seit 1974 zu einer Weltmeisterschaft geführt, schied dort jedoch nach drei Niederlagen gegen Schottland, Brasilien und Marokko in der Vorrunde aus. Migné wurde kurz nach der Trennung als neuer Nationaltrainer von Gabun vorgestellt.
Quellen: kicker, Sportschau
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