WM-Splitter: Einreiseverbot für Capdevila, Trump-Kritik an Tuchel und Martínez' Schmerzen
Kurz vor dem Finale der Weltmeisterschaft 2026 sorgen ein verweigerter ESTA-Antrag für einen spanischen Weltmeister, ungewöhnliche Taktik-Kritik aus dem Weißen Haus und verletzungsbedingte Sorgen beim argentinischen Torhüter für Gesprächsstoff.
Joan Capdevila darf wegen Iran-Reise nicht in die USA
Dem ehemaligen spanischen Nationalspieler Joan Capdevila ist die Einreise in die USA verweigert worden. Der Weltmeister von 2010 hatte geplant, gemeinsam mit seinen ehemaligen Mannschaftskollegen und seinen Kindern das Endspiel zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag live im Stadion zu verfolgen. Der für die Einreise notwendige ESTA-Antrag des 48-jährigen ehemaligen Außenverteidigers wurde jedoch abgelehnt.
Als Grund für die Ablehnung nannte Capdevila in der Sendung "El Partidazo de COPE" eine Reise in den Iran vor zehn Jahren, die er damals für ein Fußballspiel absolviert hatte. In seiner Situation richtete sich der Spanier über die Plattform X direkt an den US-Präsidenten mit der Bitte um Unterstützung.
Quellen: Sportschau
Donald Trump kritisiert Taktik von Thomas Tuchel
US-Präsident Donald Trump hat sich beim FIFA-Empfang in New York kritisch zur Taktik von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel im verlorenen Halbfinale gegen Argentinien geäußert. Trump wunderte sich im Gespräch mit FIFA-Präsident Gianni Infantino insbesondere über die Rolle von Stürmer Harry Kane beim 1:2. England habe geführt und danach den besten Spieler in die Defensive gestellt, was ungewöhnlich gewesen sei.
Tuchel steht in England nach dem Halbfinal-Aus in der Kritik von Medien und Experten. Dem deutschen Trainer wird vorgeworfen, die Mannschaft nach der Führung zu tief positioniert und zu defensiv agiert zu haben. Trump fügte an, dass er zwar kein Coaching-Experte sei, der Wechsel von Kane in eine defensivere Rolle jedoch ein Fehler gewesen sein könnte.
Quellen: Sportschau
Sorgen um Argentiniens Torhüter Martínez
Argentiniens Torwart Emiliano Martínez leidet vor dem WM-Finale gegen Spanien weiterhin unter den Folgen einer Handverletzung. Der 33-Jährige erklärte, dass ihm die rechte Hand noch täglich wehtue. Martínez hatte sich bereits am 20. Mai beim Aufwärmen vor dem Europa-League-Finale mit Aston Villa den Ringfinger gebrochen, die Partie gegen den SC Freiburg aber dennoch bestritten.
Trotz der Empfehlung mehrerer Spezialisten, sich einer Operation zu unterziehen, entschied sich der Torhüter gegen den Eingriff, um die Weltmeisterschaft spielen zu können. Seit dem Achtelfinale könne er wieder normal trainieren und spüre eine Besserung. Martínez, der bereits beim WM-Titel 2022 im Tor stand, rief seine Mannschaft auf der Pressekonferenz dazu auf, den Moment im Finale zu genießen.
Quellen: Sportschau
Rodri warnt vor Argentiniens Kollektiv
Spaniens Mittelfeldspieler Rodri hat davor gewarnt, den Finalgegner Argentinien ausschließlich auf Lionel Messi zu reduzieren. Messi sei zwar der beste Spieler aller Zeiten und der Anführer, doch Argentinien funktioniere vor allem als starkes Kollektiv. Rodri betonte, dass am Sonntag die beiden spielerisch am besten harmonierenden Mannschaften des Turniers aufeinandertreffen. Zudem forderte er sein Team auf, sich von den Argentiniern nicht provozieren zu lassen.
Nach dem 2:0-Halbfinalsieg gegen Frankreich geht die spanische Auswahl mit großem Selbstvertrauen in das Endspiel. Laut Rodri war das Erreichen des Finals das erklärte Ziel. Um den Titel zu gewinnen, müsse die Mannschaft im entscheidenden Spiel mehr Siegeswillen als Angst vor einer Niederlage zeigen.
Quellen: Sportschau
Abschied von Frankreich-Coach Deschamps
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps steht vor seinem letzten Spiel im Amt. Die Partie um Platz drei gegen England am Samstag in Miami wird der Abschied des 57-Jährigen sein, der die Nationalmannschaft als das Schönste in seinem Berufsleben bezeichnete. Deschamps blickt auf eine 14-jährige Amtszeit als Trainer zurück, in der er 2018 den WM-Titel holte, nachdem er bereits 1998 als Spieler und Kapitän Weltmeister geworden war.
Trotz der Enttäuschung über das verpasste Finale nach dem 0:2 gegen Spanien betonte Deschamps die Pflicht, für Frankreich alles zu geben und die Amtszeit mit einem Erfolg zu beenden. Als sein Nachfolger beim französischen Verband wird Zinedine Zidane gehandelt.
Quellen: Sportschau
Breite Unterstützung für FIFA-Präsident Infantino
FIFA-Präsident Gianni Infantino steht offenbar vor einer breiten Unterstützung für seine Wiederwahl. Berichten zufolge haben mehr als 200 der insgesamt 211 Mitgliedsverbände offizielle Unterstützungsschreiben für den amtierenden Präsidenten eingereicht. Nur eine kleine Minderheit der Verbände, zu denen im Gegensatz zur Mehrheit auch der Deutsche Fußball-Bund nicht gehört, verweigerte die Unterschrift.
Quellen: Sportschau
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