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Trainerwechsel in Mexiko und Ghana - Neymar tritt zurück

Nach dem Achtelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft 2026 kommt es zu prominenten Abschieden: Mexikos Nationaltrainer Javier Aguirre und Ghanas Coach Carlos Queiroz legen ihre Ämter nieder, während Brasiliens Superstar Neymar seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet.

Nach der dramatischen 2:3-Niederlage im Achtelfinale gegen England im Aztekenstadion hat Mexikos Nationaltrainer Javier Aguirre das Ende seiner dritten Amtszeit verkündet. Mit dem Ausscheiden verlor Mexiko erstmals ein WM-Spiel im legendären Aztekenstadion. Der 67-jährige Aguirre verabschiedete sich mit emotionalen Worten vom Fußball und der Heimspielstätte. Seine Nachfolge ist bereits geregelt: Wie geplant übernimmt die 47-jährige mexikanische Ikone Rafael Márquez den Posten. Márquez war bereits in den vergangenen zwei Jahren als Co-Trainer im Betreuerstab von Aguirre tätig.

Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion. Ich gehe mit Stolz.
Javier Aguirre

Aguirre hatte die mexikanische Nationalmannschaft erstmals im Jahr 2001 für ein Jahr übernommen. Seine zweite Amtszeit erstreckte sich von April 2009 bis Ende Juni 2010, ehe er im Sommer 2024 zum dritten Mal das Traineramt antrat.

Tränen und Rücktritt bei Neymar

Auch bei der brasilianischen Nationalmannschaft gibt es einen historischen Einschnitt. Nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus durch ein 1:2 gegen Norwegen in New York/New Jersey gab Superstar Neymar unter Tränen seinen Rücktritt aus der Seleção bekannt. Zuvor hatte der Offensivspieler im Spiel noch einen Elfmeter gegen den norwegischen Torhüter Örjan Nyland verwandelt, doch am Ende reichte es nicht für den angestrebten sechsten WM-Titel Brasiliens. Der Strafstoß war somit Neymars letzte Aktion im Trikot der Nationalmannschaft.

Carlos Queiroz verlässt Ghana mit Kritik

Ebenfalls nicht mehr im Amt ist Carlos Queiroz als Nationaltrainer von Ghana. Nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Kolumbien in Kansas City erklärte der 73-jährige Coach seinen Rücktritt. Für den Trainer-Veteranen war es die fünfte Weltmeisterschaft in Folge. Queiroz hatte den Posten erst im April nach einer Testspiel-Niederlage gegen Deutschland von Otto Addo übernommen. Bei seinem Abschied äußerte er deutliche Kritik am ghanaischen Fußball-Verband und forderte bessere Bedingungen außerhalb des Platzes, um die Talente des Landes erfolgreich zu entwickeln.

Ärger um Balogun-Sperre und Protest aus Frankreich

Abseits der Trainerentscheidungen sorgt eine FIFA-Entscheidung für Unmut bei Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia. Die FIFA setzte die Rot-Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun nach dessen Platzverweis gegen Bosnien-Herzegowina aus, sodass dieser im Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt ist. Garcia verglich die Entscheidung ironisch mit einem Aprilscherz. Berichten zufolge soll US-Präsident Donald Trump zuvor mit FIFA-Präsident Gianni Infantino telefoniert haben. Der belgische Verband prüft nun rechtliche Schritte.

Unterdessen hat der französische Fußballverband FFF bei der FIFA die Annullierung der Gelben Karte gegen Michael Olise beantragt. Der Offensivspieler des FC Bayern München war im Achtelfinale gegen Paraguay nach einer vermeintlichen Unsportlichkeit verwarnt worden. Fernsehbilder belegen jedoch, dass Olise seinen Gegenspieler Matias Galarza nicht berührte, sondern lediglich den Finger auf den Mund legte, woraufhin Galarza theatralisch zu Boden sank. Bei einer weiteren Verwarnung im Viertelfinale gegen Marokko droht Olise eine Sperre für ein mögliches Halbfinale.

Quellen: kicker, kicker, Sportschau

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