Trump dankt Infantino nach Balogun-Entscheidung und kritisiert Tuchel-Taktik
US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem FIFA-Empfang in New York für die Aufhebung der Rotsperre von Folarin Balogun bedankt und zudem Kritik an Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel geäußert.
US-Präsident Donald Trump hat sich im Rahmen eines FIFA-Empfangs im New York Trump Tower persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino für die umstrittene Aufhebung der Rotsperre des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun bedankt. Trump erklärte, er habe den FIFA-Chef im Vorfeld angerufen und eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Direkt an Infantino gewandt sagte der US-Präsident: "Du hast eine großartige, großartige, großartige Entscheidung getroffen."
Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen und wäre für das Achtelfinale gegen Belgien automatisch gesperrt gewesen. Die FIFA setzte die Sperre jedoch überraschend aus. Nach Angaben des Weltverbands traf die formal unabhängige Disziplinarkommission diese Entscheidung. Trotz des Einsatzes von Balogun verloren die USA die Partie gegen Belgien mit 1:4.
Infantino hatte zuvor bestätigt, einen Anruf von Trump erhalten zu haben, wies eine direkte Einflussnahme auf die Entscheidung jedoch zurück. Er habe dem US-Präsidenten lediglich erklärt, dass das Verfahren anhängig sei und die zuständigen, unabhängigen Gremien entscheiden würden. Trumps jüngste Äußerungen deuten hingegen auf eine persönliche Intervention des FIFA-Präsidenten hin. Trump fügte hinzu, er wisse, dass Infantino niemals die Anerkennung für diese Entscheidung bekommen werde, lobte sie jedoch als eine seiner vielen guten Entscheidungen. Die Aufhebung der Sperre hatte international, insbesondere in Europa, erhebliche Kritik an einer unzulässigen Einmischung der Politik in den Sport hervorgerufen.
Darüber hinaus lobte Trump die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko als das womöglich erfolgreichste Sportevent in der Geschichte der Welt. Er brachte zudem eine erneute Bewerbung der USA ins Spiel, dieses Mal jedoch ohne die Nachbarländer: "Ich sage, wir sollten wieder die USA auswählen. Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada draußen." Zuletzt hatte auch die FIFA-Taskforce des Weißen Hauses eine US-Bewerbung für die WM 2038 mit 64 Teams angedeutet.
Kritik an Tuchels Umgang mit Kane
Neben den sportpolitischen Themen äußerte sich Trump auch zur Taktik von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel beim Halbfinal-Aus der Three Lions gegen Argentinien. Er kritisierte die defensive Rolle von Stürmer Harry Kane nach der englischen Führung beim 1:2. "Sie haben geführt und dann ihren besten Spieler in die Defensive gestellt", sagte Trump. "Was weiß ich schon vom Coachen? Aber das war etwas ungewöhnlich. Ich denke, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht haben, als sie ihn zu einem Defensivspieler gemacht haben."
Tuchel steht in England nach dem Halbfinal-Aus in der Kritik von Medien und Experten. Dem Trainer wird vorgeworfen, die Mannschaft nach der Führung zu tief positioniert und zu passiv agiert zu haben.
Quellen: kicker, Sportschau, Sportschau
Spiele zum Thema
Dieser Beitrag wurde automatisch aus den verlinkten Quellen erstellt und nicht einzeln redaktionell geprüft.
Alle News