Wehmut vor dem Abschied: Didier Deschamps bestreitet letztes Spiel als Nationaltrainer
Nach 14 Jahren als Nationaltrainer Frankreichs steht Didier Deschamps vor seinem letzten Spiel und blickt wehmütig auf ein Vierteljahrhundert im Dienste des Verbandes zurück.
Didier Deschamps steht vor seinem Abschied als Nationaltrainer Frankreichs. Das Spiel um Platz drei bei der Weltmeisterschaft 2026 gegen England am Samstag in Miami wird der letzte Auftritt des 57-Jährigen auf der Bank der Équipe Tricolore sein. Damit endet eine Ära, die Deschamps sowohl als Spieler als auch als Trainer maßgeblich geprägt hat.
Der Abschied nach insgesamt 25 Jahren im Dienste des französischen Fußballverbandes – zunächst als Profi und später als Coach – sorgt bei Deschamps für emotionale Wehmut. Er bezeichnete die Nationalmannschaft als das Schönste, was ihm in seinem beruflichen Leben passiert sei. Es habe ein Vierteljahrhundert seines Lebens eingenommen und unvergessliche Erinnerungen hinterlassen. Deschamps betonte das Privileg, in den vergangenen 14 Jahren als Trainer magische, aber auch schwierige Momente erlebt zu haben.
Ich weiß, dass morgen der Vorhang fällt. Hier wird niemand weinen, aber die französische Nationalmannschaft wird mir fehlen.
Trotz der Enttäuschung über das mit 0:2 verlorene WM-Halbfinale gegen Spanien fordert der Trainer von seiner Mannschaft im kleinen Finale noch einmal vollen Einsatz. Auch wenn das Team nach dem verpassten Endspiel nicht mehr Lust auf die Partie habe als der Gegner aus England, verwies Deschamps auf die Pflichten, die das Tragen des Nationaltrikots mit sich bringt. Er wolle seine Amtszeit unbedingt mit einem Sieg beenden.
Deschamps blickt auf eine historische Karriere beim Verband zurück. Als Spieler führte er Frankreich bei der Heim-Weltmeisterschaft 1998 als Kapitän zum Titel. Zwanzig Jahre später wiederholte er diesen Erfolg als Nationaltrainer bei der WM 2018 in Russland. Nach seinem bevorstehenden Abschied gilt Zinedine Zidane übereinstimmenden Berichten zufolge als designierter Nachfolger für den Posten des Nationaltrainers.
FIFA-Präsident Infantino vor Wiederwahl
Abseits des Platzes zeichnet sich eine erneute Wiederwahl von FIFA-Präsident Gianni Infantino ab. Trotz der Diskussionen um die aufgehobene Rote Karte für den US-amerikanischen Nationalspieler Folarin Balogun signalisierte eine deutliche Mehrheit der Mitgliedsverbände ihre Unterstützung. Berichten zufolge haben mehr als 200 der insgesamt 211 Nationalverbände formale Unterstützungsschreiben für den amtierenden Präsidenten eingereicht.
Rekordwechsel von Johan Manzambi zu Aston Villa
Der Schweizer Nationalspieler Johan Manzambi wechselt mit sofortiger Wirkung vom Bundesligisten SC Freiburg zum englischen Premier-League-Klub und Europa-League-Sieger Aston Villa. Die Ablösesumme für den 20-Jährigen soll inklusive möglicher Bonuszahlungen knapp 70 Millionen Euro betragen, was für die Freiburger einen neuen Transferrekord bedeutet. Manzambi erzielte im bisherigen Turnierverlauf drei Tore und bereitete zwei Treffer vor, verpasste jedoch das Achtelfinale und das Viertelfinal-Aus der Schweizer aufgrund einer Knieprellung.
Kritik an verlängerter Halbzeitshow im WM-Finale
Die geplante Halbzeitshow beim Endspiel zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag in East Rutherford sorgt für Diskussionen. Erstmals wird es bei einer Weltmeisterschaft eine rund 25-minütige Pause geben, in der unter anderem Madonna, Shakira und die K-Pop-Band BTS auftreten. Der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter kritisierte das Vorhaben scharf und bezeichnete die verlängerte Pause als Kopie des Super Bowls.
Für das Finale kündigte das Königshaus in Madrid zudem den Besuch der spanischen Königsfamilie an. König Felipe VI. wird in Begleitung von Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía im Stadion anwesend sein, um das Team zu unterstützen. Auch Ministerpräsident Pedro Sánchez reist zum Endspiel an. Laut dem Rasenchef der FIFA, Alan Ferguson, befindet sich der zuvor oft kritisierte Spielfelduntergrund nach einer zweiwöchigen Ruhepause in einem guten Zustand und sei bereit für das Finale.
Quellen: kicker, Sportschau
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