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Didier Deschamps verabschiedet sich nach 14 Jahren als Frankreich-Trainer

Nach dem Spiel um Platz drei bei der Weltmeisterschaft 2026 endet die Amtszeit von Didier Deschamps bei der französischen Nationalmannschaft.

Nach 14 Jahren als Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft ist für Didier Deschamps Schluss. Seine Amtszeit endete am Samstagabend in Miami mit einer 4:6-Niederlage im Spiel um Platz drei gegen England. Der 57-Jährige übernahm nach der Partie die Verantwortung für das Resultat, bei dem Frankreich in der ersten Halbzeit vier Gegentreffer hinnehmen musste – so viele wie im gesamten restlichen Turnierverlauf zusammen.

Deschamps zeigte sich nach dem Abpfiff sichtlich bewegt. Er erklärte auf der Pressekonferenz, dass er aufgrund der vielen Nachrichten den Tränen nahe sei, und sprach vom Ende einer Reise. Er betonte, dass die vergangenen 25 Jahre als Spieler und Trainer das Schönste gewesen seien, was ihm passiert ist, und unvergessliche Erinnerungen bleiben werden.

Rückkehr in die Weltspitze und historische Erfolge

Als Deschamps das Amt im Jahr 2012 von Laurent Blanc übernahm, lag der französische Fußball nach der missglückten Weltmeisterschaft 2010 und dem Viertelfinal-Aus bei der Europameisterschaft 2012 abseits der Weltspitze. Unter seiner Führung entwickelte sich die Auswahl kontinuierlich weiter. Nach dem Viertelfinale bei der WM 2014 und dem Erreichen des EM-Finals 2016 folgte 2018 in Russland der Gewinn des Weltmeistertitels. Deschamps, der Frankreich bereits 1998 als Kapitän zum WM-Titel geführt hatte, wurde damit nach Franz Beckenbauer und Mario Zagallo der dritte Fußballer, dem dieses Kunststück auch als Trainer gelang.

Trotz zwischenzeitlicher Kritik nach dem Achtelfinal-Aus bei der Europameisterschaft 2021 führte er das Team bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar erneut ins Finale, das gegen Argentinien verloren ging. In den vergangenen Jahren scheiterte die Mannschaft bei großen Turnieren nur noch an Spanien, das sowohl bei der Europameisterschaft 2024 als auch bei der Weltmeisterschaft 2026 im Halbfinale Endstation für Frankreich war.

Dank von Kapitän Mbappé

Kapitän Kylian Mbappé, der im Spiel gegen England seine Turniertreffer Nummer neun und zehn erzielte, würdigte den scheidenden Nationaltrainer nach der Partie. Er betonte, dass die Mannschaft Deschamps zum Abschied gerne einen Sieg geschenkt hätte, und bedankte sich im Namen des Teams für dessen Arbeit. Das verlorene Spiel um Platz drei werde die Legende von Deschamps nicht beschädigen.

Deschamps selbst blickt optimistisch auf die Zukunft der Nationalmannschaft. Er erklärte, dass alle Voraussetzungen gegeben seien, damit das französische Team in den kommenden Jahren weitere Titel gewinnen und neue Höhen erreichen kann.

Quellen: Sportschau

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