Belgien ringt Senegal nach 0:2-Rückstand in der Verlängerung nieder
Nach einem dramatischen Spielverlauf und einem späten Doppelschlag in der regulären Spielzeit bezwingt Belgien den Senegal mit 3:2 nach Verlängerung und zieht ins Achtelfinale ein.
Die belgische Nationalmannschaft hat in einem dramatischen Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 das Achtelfinale erreicht. In Seattle bezwangen die Europäer den Senegal mit 3:2 nach Verlängerung, nachdem sie bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit bereits wie die sicheren Verlierer ausgesehen hatten. Ein verwandelter Foulelfmeter von Kapitän Youri Tielemans in der Nachspielzeit der Verlängerung entschied die Partie zugunsten der Mannschaft von Trainer Rudi Garcia.
Senegal dominiert die erste Hälfte
Belgien startete mit derselben Formation wie beim 5:1-Erfolg gegen Neuseeland, fand jedoch überhaupt nicht in die Partie. Mängel im Zweikampfverhalten, Abstimmungsprobleme in der Defensive und Stockfehler im Spielaufbau prägten das belgische Spiel. Bereits in der 13. Minute vergab Ismaila Sarr eine Riesenchance zur senegalesischen Führung, als er nach einer verpassten Flanke von Thibaut Courtois aus kürzester Distanz nur den Außenpfosten traf.
Die verdiente Führung für die spielfreudigen Afrikaner fiel in der 25. Minute: Nach einer Flanke von Sadio Mané parierte Courtois den Kopfball von Sarr zunächst an den Pfosten, doch Habib Diarra staubte im Nachschuss zum 1:0 ab. Die Belgier steigerten sich bis zur Pause nur minimal; die beste Gelegenheit resultierte aus einem Distanzschuss von Maxim de Cuyper nach einer kurzen Ecke, den Torhüter Mory Diaw stark parierte.
Traumtor und ein heftiges Wortgefecht
Zur zweiten Halbzeit brachte Garcia Stürmer Romelu Lukaku für den wirkungslosen Charles De Ketelaere. Dennoch blieb der Senegal zunächst spielbestimmend. In der 51. Minute erhöhte Sarr auf 2:0, indem er einen Diagonalball von Moussa Niakhaté im Lauf annahm und den Ball im rechten oberen Eck versenkte. Kurz darauf wechselte Garcia die enttäuschenden Kevin De Bruyne und Jeremy Doku aus.
In der 70. Minute kam es während der zweiten Trinkpause zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen Kapitän Youri Tielemans und Spielmacher Leandro Trossard, die sich lautstark anschrien und gestikulierten. Trainer Garcia musste schlichtend eingreifen. Dieser Disput wirkte jedoch wie ein Weckruf für das belgische Team, das fortan den Druck massiv erhöhte.
Später Doppelschlag rettet Belgien
Nachdem Dodi Lukebakio in der 78. Minute noch knapp gescheitert war, gelang Lukaku in der 86. Minute nach Vorlage von Thomas Meunier der Anschlusstreffer. Nur drei Minuten später flankte ausgerechnet Trossard auf Tielemans, der unter gütiger Mithilfe des senegalesischen Keepers Diaw zum 2:2-Ausgleich einköpfte und die Partie in die Verlängerung rettete.
Entscheidung per Videobeweis
In der Verlängerung vergab der Senegalese Ibrahim Mbaye in der 109. Minute die große Chance zur erneuten Führung, als er nach Vorarbeit von Bara Ndiaye knapp am Gehäuse vorbeischoss. Auf der Gegenseite traf Lukebakio in der 117. Minute nur die Latte. In der Schlussminute der Verlängerung schaltete sich der Videoschiedsrichter ein: Lamine Camara hatte Tielemans im Strafraum an der Hacke getroffen. Schiedsrichter Said Martínez entschied nach Ansicht der Bilder auf Strafstoß.
Nach einer längeren Rudelbildung behielt Tielemans in der fünften Minute der Nachspielzeit der Verlängerung die Nerven und verwandelte den Elfmeter sicher zum 3:2-Endstand. Ein letzter Freistoß von Pape Sarr für den Senegal flog über das Tor. Während der Senegal nach einer bitteren Niederlage die Heimreise antreten muss, trifft Belgien im Achtelfinale erneut in Seattle auf den Sieger der Begegnung zwischen den USA und Bosnien-Herzegowina.
Quellen: kicker, Sportschau, Sportschau, Sportschau, kicker, kicker, Sportschau, Sportschau, Sportschau, Sportschau, Sportschau
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