Individuelle Auszeichnungen bei der WM 2026: Die Favoriten vor dem Finale
Neben dem WM-Pokal vergibt die FIFA nach dem Endspiel zwischen Spanien und Argentinien zahlreiche Einzelauszeichnungen, bei denen vor allem Lionel Messi im Fokus steht.
Am Tag des WM-Finales zwischen Spanien und Argentinien richtet sich der Blick nicht nur auf den begehrten Weltmeistertitel, sondern auch auf die Vergabe der individuellen FIFA-Auszeichnungen. Die wichtigste dieser Ehrungen ist der Goldene Ball für den besten Spieler des Turniers. Die Entscheidung darüber trifft kein Fan-Voting, sondern die Technical Study Group der FIFA. Diesem Expertengremium aus ehemaligen Trainern und Spielern gehören unter anderem Arsène Wenger und Jürgen Klinsmann an. Bewertet werden die Gesamtleistung über das gesamte Turnier, der Einfluss auf das Team, spielentscheidende Aktionen sowie Führungsqualität und technische Klasse.
Als Top-Favorit auf den Goldenen Ball gilt der 39-jährige Lionel Messi, der Argentinien erneut als spielerischer Kopf und Antreiber ins Endspiel geführt hat. Messi konnte diese Auszeichnung bereits 2014 und 2022 gewinnen. Auf spanischer Seite gibt es keinen vergleichbar dominanten Einzelakteur, allerdings gelten Rodri, Lamine Yamal und Dani Olmo als Kandidaten, sollte die spanische Auswahl den Titel erringen. Historisch gesehen ging der Goldene Ball bisher siebenmal an einen Spieler des Vize-Weltmeisters und nur fünfmal an den tatsächlichen Turniersieger, wie etwa 2018 bei der Wahl von Luka Modric. Fast immer stammt der Gewinner aus einem der beiden Finalteams, mit den einzigen Ausnahmen Salvatore Schillaci im Jahr 1990 und Diego Forlán im Jahr 2010.
Enges Rennen um den Goldenen Schuh und den Goldenen Handschuh
Beim Goldenen Schuh für den besten Torschützen der Endrunde führt Kylian Mbappé die Wertung nach dem Spiel um Platz 3 mit zehn Treffern an. Lionel Messi liegt vor dem Finale bei acht Toren und hat im Endspiel die Möglichkeit, den Franzosen noch einzuholen. Sollte am Ende Gleichstand herrschen, entscheiden zunächst die Torvorlagen und anschließend die geringere Anzahl an Einsatzminuten über den Gewinner.
Die Auszeichnung für den besten Torhüter, der Goldene Handschuh, läuft auf ein direktes Duell der beiden Final-Keeper Unai Simón aus Spanien und Emiliano Martínez aus Argentinien hinaus. Letzterer sicherte sich den Award bereits bei der WM 2022 in Katar. Neben Paraden und Spielen ohne Gegentor fließt auch der spielerische Einfluss auf die Mannschaft in die Bewertung ein. Außenseiterchancen werden Vozinha von den Kap Verden, dem Marokkaner Yassine Bounou und dem Schweizer Gregor Kobel zugeschrieben.
Bester Nachwuchsspieler und Tor des Turniers
Bei der Wahl zum besten U21-Spieler stellt Spanien mit den beiden 19-jährigen Leistungsträgern Lamine Yamal und Pau Cubarsí zwei aussichtsreiche Kandidaten. Ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgten der 17-jährige Mexikaner Gilberto Mora sowie der 18-jährige Marokkaner Ayyoub Bouaddi. Für diese Auszeichnung sind laut FIFA neben Toren und Vorlagen vor allem der spielerische Einfluss, die Entscheidungsfindung und die Präsenz in wichtigen Momenten ausschlaggebend. Historisch gesehen haben Offensivspieler und Akteure, die mit ihrem Team mindestens das Halbfinale erreicht haben, die besten Chancen.
Das schönste Tor des Turniers wird erst nach dem Finale in einer Gesamtabstimmung durch die Fans ermittelt. In den bisherigen Turnierrunden sicherten sich Eldor Schomurodow (Usbekistan), Erling Haaland (Norwegen) und Lopes Cabral (Kap Verde) die Stimmen der Fans für die schönsten Treffer der jeweiligen Phasen. Die Abstimmungen für das Viertel- und Halbfinale stehen noch aus.
Quellen: Sportschau
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