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Spielbericht
Spanien
1:0
Argentinien

Argentinien hadert nach Finalniederlage mit verpasster Titelverteidigung

Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien herrscht bei Argentinien großer Frust, während Trainer Lionel Scaloni Größe zeigt und Superstar Lionel Messi vor einer ungewissen Zukunft steht.

Argentinien hat die Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft 2026 verpasst. Im Endspiel gegen Spanien unterlag die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni mit 0:1 nach Verlängerung. Während die Spanier den Titel feierten, blieb auf argentinischer Seite nach einer spielerisch enttäuschenden Leistung großer Frust zurück. In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit schwächte sich das Team zudem selbst, als Enzo Fernández in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde.

Offensive Harmlosigkeit und verpasste Gelegenheiten

Im Gegensatz zu den vorherigen Runden, in denen sich Argentinien als Comeback-Spezialist bewiesen hatte, gelang im Finale keine Wende mehr. Das Team agierte über weite Strecken passiv und überließ Spanien die Spielkontrolle. Die Statistik verdeutlichte die spanische Dominanz mit 19:2 Torschüssen, 62 Prozent Ballbesitz und einem deutlichen Übergewicht bei den erwarteten Toren (1,62 zu 0,34 xG).

Die einzige nennenswerte Torchance für die Südamerikaner ergab sich erst nach dem Ablauf der 120 Minuten der Verlängerung. Nach einem Eckball von Lionel Messi schoss der eingewechselte Giuliano Simeone jedoch über das Tor der Spanier, womit die letzte Möglichkeit auf den Ausgleich vergeben war.

Handgreiflichkeiten nach dem Schlusspfiff

Nach dem Abpfiff entlud sich der Frust der argentinischen Spieler in unsportlichen Szenen. Mittelfeldspieler Leandro Paredes geriet zunächst mit dem Spanier Eric und anschließend mit Gavi aneinander, wobei er Gavi am Trikot riss und im Gesicht traf. Ersatztorhüter Geronimo Rulli schubste Eric heftig. Entgegen ersten Berichten über eine Rote Karte für Paredes nach Spielende stellte die FIFA später klar, dass keine nachträglichen disziplinarischen Maßnahmen verhängt wurden. Paredes war bereits während der Partie verwarnt worden.

Scaloni zeigt Größe, Messis Zukunft offen

Trainer Lionel Scaloni bemühte sich nach der Niederlage um eine sachliche Einordnung und gratulierte dem Gegner. Er betonte, wie schwer es sei, überhaupt das Endspiel zu erreichen, und rief dazu auf, ein guter Verlierer zu sein.

Man verliert und man muss wieder aufstehen. Es ist sehr schwer, bis hierher zu kommen. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber man muss das Ergebnis anerkennen.
Lionel Scaloni

Superstar Lionel Messi, für den es mit 39 Jahren das wohl letzte WM-Spiel seiner Karriere war, zeigte sich nach dem Abpfiff tief enttäuscht und weinte auf dem Platz. Scaloni ließ die Zukunft des Kapitäns in der Nationalmannschaft offen und erklärte, dass Messi so lange spielen könne, wie er selbst es möchte. Bereits vor dem Anpfiff hatte sich Messi via Instagram an seine Mitstreiter gewandt und betont, dass das Team unabhängig vom Ausgang des Finales bereits Geschichte geschrieben habe.

Quellen: Sportschau

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