WM-News: Marsch trotz Kanada-Aus voller Stolz - FFFF beantragt Olise-Annullierung
Nach dem Achtelfinal-Aus gegen Marokko zieht Kanadas Trainer Jesse Marsch ein positives Fazit, während Frankreich um den Einsatz von Michael Olise kämpft und die Begnadigung des US-Stürmers Folarin Balogun für Unmut sorgt.
Marsch zieht stolze Bilanz nach Kanada-Aus
Für die kanadische Nationalmannschaft ist das Turnier im Achtelfinale gegen Marokko zu Ende gegangen. Trotz der Niederlage und des damit verbundenen Ausscheidens zeigte sich Nationaltrainer Jesse Marsch äußerst zufrieden mit den Auftritten seiner Mannschaft. Der Coach betonte, er könnte nicht stolzer auf sein Team sein. Mit Blick auf den Gegner fügte er hinzu, dass er trotz der Stärke Marokkos lieber in seiner eigenen Situation mit der kanadischen Auswahl stehe.
Frankreich fordert Rücknahme der Gelben Karte gegen Olise
Der französische Fußballverband (FFF) hat bei der FIFA die Annullierung der Gelben Karte gegen Michael Olise beantragt. Der Offensivspieler des FC Bayern München war im Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) in der Nachspielzeit vom usbekischen Schiedsrichter Ilgis Tantaschew verwarnt worden. Grund war eine Auseinandersetzung mit Matias Galarza.
Fernsehbilder belegen jedoch, dass Olise seinen Gegenspieler nicht berührte, sondern lediglich den Finger vor den Mund legte. Galarza sank daraufhin zu Boden und täuschte einen Schlag vor. Sollte die Verwarnung bestehen bleiben, droht Olise bei einer weiteren Gelben Karte im Viertelfinale gegen Marokko eine Sperre für ein mögliches Halbfinale. Neben Olise wurden in der Partie gegen Paraguay auch Bradley Barcola und Manu Koné verwarnt.
Wirbel um Balogun-Begnadigung vor Duell mit Belgien
Die Entscheidung der FIFA, die Sperre des US-amerikanischen Stürmers Folarin Balogun zur Bewährung auszusetzen, sorgt für erhebliche Diskussionen. Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nach einem unglücklichen Tritt auf das Sprunggelenk von Tarik Muharemovic die Rote Karte gesehen. Eigentlich für ein Spiel gesperrt, hob die FIFA die Sanktion gemäß Artikel 27 ihres Disziplinarkatalogs auf und setzte sie für ein Jahr zur Bewährung aus. Damit ist der Angreifer im Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt. Berichten der New York Times zufolge soll US-Präsident Donald Trump zuvor in dieser Angelegenheit mit FIFA-Präsident Gianni Infantino telefoniert haben.
Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia reagierte mit deutlichem Unverständnis auf die Kehrtwende und verglich die Entscheidung spöttisch mit einem Aprilscherz. Auch der Belgische Fußballverband (RBFA) äußerte Unverständnis und kündigte an, alle rechtlichen Optionen und einen Einspruch zu prüfen, um die Prinzipien des Fair Play zu wahren.
Personalentscheidungen bei Brasilien und Norwegen
Vor dem Achtelfinal-Duell zwischen Brasilien und Norwegen haben beide Trainer personelle Änderungen vorgenommen. Bei den Brasilianern rückt Gabriel Martinelli für den verletzten Lucas Paquetá in die Startelf, während Altstar Neymar erneut auf der Bank sitzt. Dafür kehrt Raphinha nach überstandener Verletzung in den Kader zurück. Bei den Norwegern steht Julian Ryerson nach überstandenen Beschwerden wieder in der Anfangsformation und ersetzt Marcus Holmgren Pedersen.
Ein besonderer Fokus liegt bei den Norwegern auf Offensivspieler Antonio Nusa. Der 21-Jährige von RB Leipzig hat kürzlich sein erstes Buch veröffentlicht, das sich in seiner Heimat während des Turniers zu einem Bestseller entwickelt. Mit einem Erfolg gegen Brasilien will die norwegische Auswahl nach dem erstmaligen Achtelfinal-Einzug weiter Geschichte schreiben.
Mexikanische Fans sorgen für nächtliche Unruhe vor England-Duell
Mexikanische Fußballanhänger haben im Vorfeld des Achtelfinalspiels gegen England versucht, die Nachtruhe des gegnerischen Teams zu stören. Mit Mariachi-Musik, Autohupen und Feuerwerk demonstrierten die Fans vor dem Mannschaftshotel der Engländer. Die Polizei hielt die Anhänger jedoch auf Abstand. Laut Berichten aus dem englischen Lager wurde die Nachtruhe der Mannschaft um Kapitän Harry Kane dadurch nicht nennenswert beeinträchtigt. Bereits vor dem Sechzehntelfinale gegen Ecuador hatten mexikanische Fans eine ähnliche Aktion durchgeführt, was damals zu einer formellen Beschwerde des ecuadorianischen Verbandes führte.
Quellen: kicker, Sportschau
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