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Spielbericht
Kanada
0:3
Marokko

Marokko zieht nach Leistungssteigerung ins Viertelfinale ein

Mit einem 3:0-Erfolg über Co-Gastgeber Kanada sichert sich Marokko als erstes afrikanisches Team zum zweiten Mal in Folge einen Platz unter den letzten acht Mannschaften bei einer Weltmeisterschaft.

Marokko hat das erste Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 für sich entschieden. Vor rund 68.000 Zuschauern im ausverkauften NRG Stadium im texanischen Houston setzten sich die Nordafrikaner mit 3:0 (0:0) gegen den Co-Gastgeber Kanada durch. Während die Kanadier trotz einer engagierten Leistung als erster Gastgeber aus dem Turnier ausscheiden, zieht Marokko in das Viertelfinale ein. Dort wartet am kommenden Donnerstag in Boston der Topfavorit Frankreich, der sich in seinem Achtelfinalduell gegen Paraguay durchsetzen konnte.

Kanada dominiert die Anfangsphase

Die erste Halbzeit war von einer intensiven Gangart geprägt. Schiedsrichter Michael Oliver musste das Spiel häufig unterbrechen und verteilte insgesamt fünf Gelbe Karten. Sportlich verbuchten die Kanadier den besseren Start. Das Team von Trainer Jesse Marsch setzte die marokkanische Defensive früh unter Druck und erarbeitete sich erste Gelegenheiten. Bereits in der fünften Minute prüfte Jonathan David den marokkanischen Torhüter Bono aus spitzem Winkel. Die größte Chance zur Führung vergab Tani Oluwaseyi in der zehnten Minute, als er nach einem Fehlpass im marokkanischen Mittelfeld an der Strafraumgrenze zum Abschluss kam, jedoch am glänzend reagierenden Bono scheiterte. Wenig später köpfte Alistair Johnston nach einer Ecke einen Gegenspieler an.

Für die Marokkaner kam zur spielerischen Unterlegenheit ein personeller Rückschlag hinzu. Topstürmer und Bayern-Neuzugang Ismael Saibari verletzte sich in der 20. Minute bei einer Drehung ohne gegnerische Einwirkung am rechten Oberschenkel und musste zwei Minuten später ausgewechselt werden. Für ihn kam Soufiane Rahimi ins Spiel, der in der 28. Minute mit einem harmlosen Distanzschuss den einzigen marokkanischen Offensivversuch der ersten Hälfte verbuchte. Vor der Pause verflachte die Partie zunehmend, lediglich eine Rudelbildung nach einem Schubser von Achraf Hakimi in der 40. Minute sorgte noch einmal für Aufregung.

Effizienz bringt Marokko auf die Siegerstraße

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die marokkanische Mannschaft deutlich verbessert und nutzte direkt die erste Unachtsamkeit der kanadischen Defensive. Bei einem Freistoß von Achraf Hakimi ließen die Kanadier Azzedine Ounahi an der Strafraumgrenze völlig unbewacht. Nach dem Zuspiel des ehemaligen Dortmunders traf Ounahi in der 50. Minute präzise aus 18 Metern flach in das rechte untere Eck zur überraschenden Führung.

Kanada bemühte sich im Anschluss um den Ausgleich, agierte im letzten Drittel jedoch nicht zwingend genug. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich vergab Tajon Buchanan in der 79. Minute mit einem Distanzschuss, den Bono parierte. Die Entscheidung fiel kurz darauf durch einen Konter der Marokkaner: Nach einem Fehlpass des Kanadiers Luc de Fougerolles bediente Brahim Díaz den freistehenden Ounahi, der in der 82. Minute mit dem ersten marokkanischen Torschuss innerhalb des Strafraums auf 2:0 erhöhte. In der Nachspielzeit nutzte der eingewechselte Rahimi die Räume gegen die nun völlig aufgelöste kanadische Abwehr und traf nach einer erneuten Vorlage von Díaz zum 3:0-Endstand (90.+8).

Stimmen nach dem Spiel

Wir waren die bessere Mannschaft. Uns hat nur die Fähigkeit gefehlt, in den entscheidenden Momenten den nötigen Spielzug zu machen. Was für eine unglaubliche Leistung.
Jesse Marsch (Nationaltrainer Kanada)
Wir haben gelitten. Wenn man gegen ein Team antritt, das so intensiv spielt, weiß man von Anfang an, dass es schwierige Momente geben wird. Das war beeindruckend, wie meine Spieler sich da reingehängt haben. Es ist uns gelungen, die Räume ein bisschen besser zu nutzen, die sie uns gelassen haben. Das war der Schlüssel.
Mohamed Ouahbi (Nationaltrainer Marokko)

Quellen: kicker, Zeit Online, Sportschau, Sportschau, Sportschau

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