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Roberto Martínez tritt als Portugal-Trainer zurück – Tränen bei Cristiano Ronaldo

Nach dem Achtelfinal-Aus gegen Spanien zieht Nationaltrainer Roberto Martínez die Konsequenzen, während Superstar Cristiano Ronaldo weinend von der WM-Bühne abtritt.

Roberto Martínez ist nicht länger Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft. Der 52-Jährige gab seinen Rücktritt unmittelbar nach dem Ausscheiden im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 bekannt. Die Portugiesen mussten sich Spanien nach einem späten Gegentreffer in der Nachspielzeit mit 0:1 geschlagen geben.

Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist. Es ist das Ende eines Zyklus. Ich bin nach Portugal gekommen, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen - und ohne den Titel macht es keinen Sinn, weiterzumachen.

Martínez hatte das Traineramt in Portugal Anfang 2023 übernommen und führte die Auswahl im Jahr 2025 zum Gewinn der Nations League. Insgesamt stand er bei 45 Länderspielen der Portugiesen an der Seitenlinie. Das vorzeitige Ende bei seiner einzigen Weltmeisterschaft mit der Mannschaft besiegelte ein spätes Tor des Spaniers Mikel Merino.

Tränen und Abschiedsschmerz bei Cristiano Ronaldo

Mit dem Achtelfinal-Aus endete sehr wahrscheinlich auch die WM-Karriere von Cristiano Ronaldo. Der 41-jährige Kapitän verließ den Rasen nach dem Abpfiff unter Tränen und verabschiedete sich von den portugiesischen Anhängern. Vor dem Turnier hatte der Offensivspieler angekündigt, dass diese Endrunde seine sechste und letzte sein werde.

Nach dem Spiel äußerte sich Ronaldo zurückhaltend bezüglich seiner sportlichen Zukunft im Nationaltrikot. Er erklärte, dass dies höchstwahrscheinlich seine letzte Weltmeisterschaft gewesen sei. Für den Rest werde er sich Zeit zum Nachdenken nehmen, Zeit mit seiner Familie verbringen und keine überstürzten Entscheidungen treffen.

In seinem letzten WM-Spiel blieb der Stürmer weitgehend wirkungslos. Ronaldo spielte zwar über die volle Distanz, verzeichnete jedoch nur 18 Ballkontakte – die wenigsten aller Akteure in der Startelf. Trotz dreier Torannäherungen konnte er dem Spiel keine entscheidenden Impulse geben. Damit bleibt dem Europameister von 2016 der WM-Titel in seiner Karriere verwehrt. Seit seinem Debüt im Jahr 2006, als er mit Portugal das Halbfinale erreichte, kam er bei keinem der folgenden fünf Turniere über das Viertelfinale hinaus.

Kontroverse um US-Stürmer Balogun

Abseits des portugiesischen Teams sorgt die US-Nationalmannschaft für Gesprächsstoff. Angreifer Folarin Balogun äußerte sich nach dem 1:4-Achtelfinal-Aus der USA gegen Belgien erstmals öffentlich zu der Aufhebung seiner Rote-Karten-Sperre. Der 25-Jährige zeigte Verständnis für die öffentliche Aufregung. Es sei normal, nach einem Platzverweis gesperrt zu werden, weshalb eine Änderung der Entscheidung kontrovers aufgenommen werde. Er selbst sei an dem Prozess jedoch nicht beteiligt gewesen und habe lediglich seine Arbeit auf dem Platz verrichten wollen.

Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina Rot gesehen. Die FIFA setzte die fällige Sperre im Anschluss an ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino zur Bewährung aus. Der brasilianische Fußballverband CBF stellte sich unterdessen demonstrativ vor den Unparteiischen Raphael Claus, der die Rote Karte gezeigt hatte, und wies die Kritik von Donald Trump an der Integrität des Schiedsrichters zurück.

Quellen: kicker, kicker, Sportschau, Sportschau, Sportschau

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