Sorge um Lamine Yamal und Pedro Porro vor dem WM-Finale
Drei Tage vor dem Endspiel gegen Argentinien müssen die Spanier um zwei wichtige Spieler bangen, doch Trainer Luis de la Fuente gibt vorerst Entwarnung.
Drei Tage vor dem Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Argentinien gibt es beim spanischen Nationalteam Personalsorgen. Die beiden Schlüsselspieler Lamine Yamal und Pedro Porro konnten am Donnerstag nicht am regulären Mannschaftstraining teilnehmen und absolvierten stattdessen lediglich ein individuelles Training.
Beide Akteure klagen nach dem Halbfinalsieg gegen Frankreich über körperliche Beschwerden. Pedro Porro, der beim 2:0-Erfolg den Treffer zur Führung erzielt hatte, war in der 83. Minute ausgewechselt worden und laboriert an einer Zerrung im Oberschenkel. Superstar Lamine Yamal erlitt in derselben Partie eine Prellung und trug bei einer leichten Reha-Einheit einen Verband am Oberschenkel – an jener Stelle, an der er bereits vor dem Turnier verletzt war.
Trotz der Trainingspause gibt es im Lager der Spanier vorerst keine akute Sorge bezüglich eines Ausfalls im Endspiel. Nationaltrainer Luis de la Fuente sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme. Auch der spanische Fußballverband RFEF erklärte, dass ein Verpassen des Finals am Sonntag derzeit nicht zu befürchten stehe.
Polit-Prominenz und verlängerte Halbzeitpause
Für das Endspiel in New York hat sich hochrangiger Besuch angekündigt. US-Präsident Donald Trump wird im Stadion anwesend sein. Offen ist hingegen noch, ob der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez anreisen wird; in spanischen Regierungskreisen wird derzeit nach einer entsprechenden Reisemöglichkeit gesucht. Argentiniens Präsident Javier Milei hat seine Teilnahme aus Aberglauben abgesagt. Er werde die Partie vom heimischen Präsidentensitz aus verfolgen, um sein Glücksritual nicht zu brechen.
Eine organisatorische Neuerung betrifft die Halbzeitpause des Endspiels. Aufgrund einer geplanten Halbzeitshow mit Auftritten von Künstlern wie Madonna, Shakira, BTS, Coldplay und Burna Boy wird die Pause rund 25 Minuten dauern. Der Weltverband FIFA bestätigte, dass allein für den Auf- und Abbau der Showbühne sowie die anschließende Rasenbewässerung erhebliche Zeit eingeplant ist.
Historisches Duell und Nachspiel für Frankreich und Argentinien
Das Aufeinandertreffen zwischen Argentinien und Spanien markiert eine Premiere in der WM-Geschichte: Erstmals stehen sich der amtierende Weltmeister und der aktuelle Europameister im Finale gegenüber. Argentinien hat dabei die Chance, als erste Mannschaft seit Brasilien im Jahr 1962 den WM-Titel erfolgreich zu verteidigen.
Unterdessen droht dem französischen Verteidiger William Saliba eine monatelange Zwangspause. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im Halbfinale geht sein Verein FC Arsenal von einer Ausfallzeit von vier bis fünf Monaten aus, da eine Operation an seinen chronischen Rückenproblemen wahrscheinlich ist.
Zudem fordert die britische Regierung eine Untersuchung durch die FIFA. Grund ist ein politisches Plakat zum Falkland-Krieg, mit dem die argentinische Mannschaft nach ihrem Halbfinalsieg gegen England gefeiert hatte. Da die FIFA politische Botschaften rund um die Spiele untersagt, drohen dem argentinischen Verband Konsequenzen.
Quellen: kicker, Sportschau
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