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Vom Rebellen zum Taktgeber: Adrien Rabiots Schlüsselrolle im französischen Mittelfeld

Während Frankreichs hochkarätige Offensive die Schlagzeilen beherrscht, sichert Adrien Rabiot im Hintergrund die defensive Balance der Équipe Tricolore.

Die französische Nationalmannschaft besticht bei der Weltmeisterschaft 2026 durch eine hochkarätig besetzte Offensive. Mit Akteuren wie Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé verfügt Nationaltrainer Didier Deschamps über eine der spielstärksten Angriffsreihen des Turniers. Um diese Offensivkraft entfalten zu können, bedarf es jedoch einer stabilen Absicherung im Mittelfeld. Diese Aufgabe übernimmt Adrien Rabiot, der abseits des Rampenlichts als defensiver Stabilisator agiert.

Während Rabiot bei seinem Verein AC Mailand in der Serie A als klassischer Box-to-Box-Spieler mit Zug zum Tor agiert – in der vergangenen Saison gelangen ihm dort sechs Treffer und fünf Vorlagen –, ist seine Rolle im Nationalteam defensiver ausgerichtet. Gemeinsam mit Aurélien Tchouaméni von Real Madrid sichert er die Angriffe ab. Etwa 20 Meter vor dem gegnerischen Tor liegt für beide eine taktische Grenze, die sie nur in Ausnahmefällen überschreiten dürfen.

Disziplinierung und Rückkehr nach Suspendierung

Dass Rabiot diese disziplinierte Rolle ausfüllt, war in der Vergangenheit nicht selbstverständlich. Vor der Weltmeisterschaft 2018 weigerte er sich, einen Platz auf der Stand-by-Liste von Trainer Deschamps zu akzeptieren, woraufhin er anderthalb Jahre lang nicht mehr für die Nationalmannschaft nominiert wurde. Den WM-Titel 2018 in Russland verpasste er dadurch, während N'Golo Kanté seine Position ausfüllte.

Im Winter 2019 folgte die Versöhnung mit Deschamps, nachdem Rabiot seine damalige Entscheidung als Fehler einsah. Seit seiner Rückkehr orientiert sich der Mittelfeldspieler an der Spielweise Kantés und stellt den mannschaftlichen Erfolg in den Vordergrund.

Auf diesem Niveau ist es wichtig, die richtige Balance zu finden. Ich versuche meine Arbeit so gut wie möglich zu machen, damit die Spieler vor und hinter mir so gut wie möglich performen können. Jeder hat seine Rolle. Du musst da ein wenig demütig sein.
Adrien Rabiot

Revanchegedanke als Antrieb für das Achtelfinale

Als zusätzliche Motivation dient dem Vize-Weltmeister von 2022 das damals verlorene Endspiel gegen Argentinien. Das Ziel des Teams bleibt der Titelgewinn. Auf dem Weg dorthin steht für Frankreich das Achtelfinale gegen Paraguay an. Die Südamerikaner, die zuvor Deutschland aus dem Turnier warfen, gelten als lauf- und zweikampfstark und werden versuchen, über Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Rabiot wird dabei erneut die Aufgabe zukommen, diese Gegenangriffe frühzeitig zu unterbinden.

Quellen: Sportschau

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