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WM-Rückkehrer in der Heimat gefeiert und Wirbel um Trump-Intervention

Nach dem Viertelfinal-Aus herrscht in Norwegen und der Schweiz Begeisterung, während US-Stürmer Balogun über politischen Druck berichtet und eine Beschwerde gegen Gianni Infantino eingereicht wurde.

Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026 ist die norwegische Nationalmannschaft in ihrer Heimat begeistert empfangen worden. Rund 88.000 Menschen versammelten sich in Oslo auf der rund 450 Meter langen Strecke zwischen dem Königlichen Schloss und dem Universitätsplatz, um die Mannschaft zu feiern. Vor dem Umzug wurde das Team im Osloer Schloss von König Harald, Prinz Haakon und weiteren Mitgliedern der Königsfamilie empfangen.

Auf dem Schlossplatz zelebrierten Spieler und Fans gemeinsam den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel, bei dem Kronprinz Haakon an der Trommel den Rhythmus vorgab. Er räumte ein, im Vorfeld etwas geübt zu haben, gab jedoch zu: "Ich habe mein Bestes gegeben, wir sind etwas ins Hintertreffen geraten. Sie haben gut gerudert." Im Anschluss bestieg die Mannschaft einen offenen Bus in Richtung Rathausplatz, der sich aufgrund der großen Menschenmassen jedoch nur langsam fortbewegen konnte.

Begeisterung in Zürich und Kritik von Yakin

Auch in der Schweiz war die Stimmung nach der Rückkehr aus den USA positiv. Tausende Fans bereiteten dem Team von Trainer Murat Yakin auf dem Züricher Turbinenplatz einen herzlichen Empfang. Yakin zog eine gemischte Bilanz: "Wir wären gerne noch eine Woche länger geblieben. Aber es ist schön, hier so empfangen zu werden. Wir wissen, dass mehr drin gewesen wäre. Wir waren größtenteils besser als der amtierende Weltmeister." Kapitän Granit Xhaka hob den Zusammenhalt hervor und betonte, dass die Schweiz zwar keine großen Namen, dafür aber Teamspirit und Energie auszeichne.

Balogun berichtet von Verunsicherung durch Donald Trump

Für Diskussionen sorgt unterdessen US-Nationalstürmer Folarin Balogun. Nach dem Skandal um seine aufgehobene Sperre gab er Einblicke in das Innenleben der US-Auswahl vor dem Achtelfinale. Die Einmischung von US-Präsident Donald Trump habe die Mannschaft stark verunsichert. "Ich konnte bei meinen Teamkollegen fast ein wenig Nervosität erkennen, weil das eine so einzigartige Situation ist. Es hat viel mehr Druck auf uns gepackt, als wir brauchten", erklärte Balogun gegenüber dem Sender CBS Mornings. Eine professionelle Vorbereitung sei wegen des großen Lärms und der Ablenkungen von außen kaum möglich gewesen.

Beschwerde gegen Infantino und Kurioses aus Senegal

Die Menschenrechtsorganisation FairSquare hat bei der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine zehnseitige Beschwerde gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino eingereicht. Dem FIFA-Chef, der seit 2020 Mitglied des IOC ist, werden fünf eindeutige Verstöße gegen die Regeln zur politischen Neutralität vorgeworfen. Hintergrund ist seine öffentlich bekundete politische Unterstützung für US-Präsident Donald Trump.

Kurios gestaltet sich derweil die Lage beim senegalesischen Verband. Nach dem WM-Aus warf Verbandschef Abdoulaye Fall dem Mannschaftsarzt Abdourahman Fedior vor, Gynäkologe zu sein und nicht den fachlichen Anforderungen für ein WM-Team zu entsprechen. Fedior wies die Vorwürfe empört zurück und verwies auf sein abgeschlossenes Studium in Sportmedizin und Sportbiologie. Die senegalesische Vereinigung für Sportmedizin stellte sich hinter den Arzt und bezeichnete die Vorwürfe des Verbandspräsidenten als unbegründet und verleumderisch.

Schiedsrichter-Entscheidungen: Zwayer reist ab

Für den deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer ist das Turnier beendet. Nach zwei Einsätzen in der Gruppenphase wird der 45-jährige Berliner am Finalwochenende nicht mehr eingesetzt und hat das Quartier in den USA bereits verlassen. Zwayer leitete die Partien USA gegen Australien (2:0) sowie DR Kongo gegen Usbekistan (3:1). Die Halbfinal-Begegnungen werden von Iván Barton aus El Salvador (Spanien gegen Frankreich) und Ismail Elfath aus den USA (England gegen Argentinien) geleitet.

Vor dem Duell zwischen Spanien und Frankreich äußerte sich der spanische Flügelspieler Lamine Yamal an seinem 19. Geburtstag zu rassistischen Äußerungen des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Yamal betonte die integrative Kraft des Sports: "Wenn Fußball etwas bewirken kann, dann Integration. Frankreich und wir sind beide Beispiele für Integration. Darum geht es im Fußball - nicht darum, über Aussagen anderer Menschen zu sprechen."

Quellen: Sportschau, Sportschau

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